Kritiken

„Teseo“ 2003

 

 

   Fotos: Jens Schlüter

Premiere zu den Händel-Festspielen 2003 im historischen Goethe-Theater Bad Lauchstädt …

…Zwischen den rostig-rußgeschwärzten Metall-Wänden tobt dabei ein Kampf der Kultur gegen die Natur. Die intimen Gesten aufrichtiger Zuneigung kollidieren mit den imperialen Posen einer dynastischen Familienplanung, wobei die magische Intervention der Zauberin Medea eine fremde, dritte Ebene stiftet…

Die musikalische Behandlung des Werkes entspricht diesem dramaturgischen Verständnis im besten Sinne: Wolfgang Katschner und seine LAUTTEN COMPAGNEY sind ihrerseits perfekte Mechaniker der Gefühle, die das Innenleben ihrer Geschöpfe hörbar machen und die Handlungen im Human-Maschinenpark klangvoll motivieren. Dabei kommt dem Dirigenten nicht nur die reiche Erfahrung mit dem barocken Opernmaterial, sondern als solistischer Begleiter auch seine Virtuosität als Lautenist zugute.

Der eigentliche Reichtum der Inszenierung aber liegt in ihrer wahrhaft luxuriösen Besetzung, die vor allem mit der majestätischen Stimme und Erscheinung von Maria Riccarda Wesseling als Medea sowie mit gleich drei Counter-Stimmen glänzt. Johnny Maldonado gibt seinen Egeo dabei als sensitiven Spätling, der seine dekadente Aufweichung als üppig beringter Pfau auslebt, Arturo Stefanowicz als Arcane hingegen entwirft gemeinsam mit Miriam Meyer als Clizia das natürliche Gegenbild zu diesem überfeinerten und komplexbeladenen Herrscher. Jörg Waschinski als Teseo schließlich ist der Popstar eines Krieges, dessen Pathos die Regie von Anfang an mit großer Skepsis behandelt - und der auch den Glücksanspruch der Agilea (Sharon Rostorf-Zamir) zwischen Heldengattin und Kriegerwitwe ortet.

Mitteldeutsche Zeitung 

Gern hält man lange aus, weil Maestro Wolfgang Katschner seine Berliner LAUTTEN COMPAGNEY zur Höchstform treibt. Schroff, fast maniriert gibt deren Klangrede den Solisten Zunder…

Thüringische Landeszeitung 

Ein ideales Sängerensemble und die beglückend musizierende LAUTTEN COMPAGNEY Berlin unter Wolfgang Katschner versetzten die Premierenbesucher in einhellige Begeisterung… faszinierte das ausgewogene Verhältnis der Stimmen untereinander und das Zusammenwirken mit dem Orchester.

Leipziger Volkszeitung 

           „Teseo“ in Bad Lauchstädt  

…mit viel Gespür für sängerischen Glanz und ohne modernistische Mätzchen inszeniert. Die LAUTTEN COMPAGNEY Berlin unter Wolfgang Katschner gab starke orchestrale Konturen, kräftige Effekte, illustrierende Bläser-Feinheiten…

Main Echo 

Mit einem 20-minütigem Beifallsorkan feierte ein internationales Publikum die Premiere der Oper „Teseo" von Georg Friedrich Händel im historischen Goethe-Theater Bad Lauchstädt. Die LAUTTEN COMPAGNEY Berlin unter der musikalischen Leitung von Wolfgang Katschner riss das Premierenpublikum zu wahren Beifallsstürmen hin.

Das Geheimnis des Erfolges der Inszenierung liegt sowohl im Musikalischen als auch in dem mit heiterer Gelassenheit, Charme und viel Spielwitz arrangierten Spiels der Liebe, Staatsaktion, Zauberei und Harmonie…

Magedeburger Volksstimme 

Dass die LAUTTEN COMPAGNEY Berlin unter Wolfgang Katschner (der seine eigenen Lautenkünste in einem himmlisch leisen, schönen Arien-Accompagement präsentiert) manchmal sehr straff ist und statt dessen auch weichere, rundere Töne vertragen hätte, nimmt man zwar wahr, doch nicht übel. Denn ansonsten sind es hervorragende Barockspezialisten, die stilsicher und präzise musizieren und viel Schwung mitbringen, der auch den munteren Chor anzustecken vermag.

Göttinger Tageblatt

… liegt einfach daran, dass das Stück hier fehlplaziert ist. Weder kann die gelenkig aufspielende Lautten Compagney hier den extrovertierten Instrumentalprunk des „Teseo" entfalten, noch haben die beiden Antagonistinnen Medea und Agilea auf der Minibühne Platz für den großen Diven-Showdown…

opernwelt 8/03 

…affektvoll untermalt vom Orchester - der Lautten Compagney Berlin unter Wolfgang Katschner, die eine große Palette von fahlen Ombra-Tönen bis majestätischen Jubelklängen ausbreitet… Die gefeierte Produktion wird zu den Händel-Festspielen 2004 wieder aufgenommen und sei jedem Barock-Freund wärmstens empfohlen.

orpheus 11-12/03

 

Was es zu sehen und zu hören gab.war weit entfernt von historischem Trockenlaub. Im Gegenteil, zwei komponenten führten zum lustvollen Sieg über eine verzopfte Story aus dem Mythenkreis von Theseus und Medea: die musikalische Einrichtung und Leitung von Wolfgang katschner wie die in allen Belangen stimmigen Regie Axel Köhlers.

Die LAUTTEN COMPAGNEY sorgten auf ihren (z.T.nchgbauten) historischen Instrumenten für ein entsprechend flottes Temperament und, wo notwendig, für ein facettenreiches Flair an klanglichen Nuancen. und auf den immer noch langen Rezitativstrecken gaben sie mit ihren fantasievollen Ausführungen des Basso Continuo in apart wechslender Begleitungdurch Cello, Laute oder Theorbe den Sängern sicheren Halt.

Das Opernglas 10/03

…und zu den Festwochen Herrenhausen 2003…

Es sollte der Höhepunkt der diesjährigen Reihe „Herrenhauser Barock" werden, und das war nicht zuviel versprochen. Während das Licht der Abendsonne die barocke Galerie in Herrenhausen vergoldete, ließ die LAUTTEN COMPAGNEY Berlin das Goldene Zeitalter des Barock musikalisch wieder auferstehen…

Das „dramma tragico per musica" bot unter der musikalischen Leitung von Wolfgang Katschner und in der Regie von Axel Köhler eine stilsichere Inszenierung, die Wert auf Authentizität legte. Besonderer Ohrenschmaus: das Orchester spielte auf historischen Instrumenten. Mit sichtlicher Hingabe setzte es die bildgewaltige Musik um und lieferte so ein harmonisches Klangbett für die eindrucksvollen Stimmen der Solisten.

Braunschweiger Zeitung 

Katschner LAUTTEN COMPAGNEY stachelte die Sänger zu aberwitzigen Koloraturen an, fand aber auch sensibelste Grundierungen für Momente anrührender Lyrik… Schon in der Ouvertüre sprühten die Funken, Rasanz, Affekte, Farbigkeit - die LAUTTEN COMPAGNEY Berlin führte prickelnde Barock vor.

Hannoversche Allgemeine Zeitung 

Drei Stunden Liebe und Eifersucht im gut besuchten Galeriegebäude in Herrenhausen: barockes Musiktheater in voller praller Schönheit. „Teseo" mangelt es an großen Gefühlen und Gesten wahrlich nicht… Und was Händel sich dazu musikalisch an Virtuositäten für seine Instrumental- und Singstimmen ausgedacht hat, stellt einige Ansprüche an das Ensemble. …Die Instrumentalisten der Lautten Compagney Berlin brachten fantastische Nuancierungen zustande.

Neue Presse

… beim Bayreuther Barock…

Ach, wenn diese „Addio!" immerso klingen würde! So schwermütig und sehnsüchtig…

Nicht genug zu loben ist der Zauberton der wunderbar expressiv aufspielenden LAUTTEN COMPAGNEY unter Wolfgang Katschner, der auch die Laute, emphatisch und sensibel, in der wundersamen Solonummer zupfte. Nicht nur die brillante Continuo-Gruppe und die viel beschäftigten Oboen verdienen einen Sonderapplaus.

Nordbayerischer Kurier

… in Winterthur…

Faszinierend musizierte die LAUTTEN COMPAGNEY Berlin auf historischen oder historisch nachgebauten Instrumenten. Es gab in diesem kleinen Orchester viele berührende Einzelheiten wie die Continuo-Gruppe oder der virtuose Solo-Oboist. Vollste Anerkennung gebührt dem musikalischen Leiter Wolfgang Katschner. Seine hinreissende Vitalität oder die bis ins kleinste Detail ausgefeilte Dynamik liessen während der drei Stunden der Aufführung nie die kleinste Langeweile zu.

Landbote

… und gastierend im Schlosstheater des Neuen Palais Potsdam Sanssouci

Dass man das furiose dramma tragico auch in einem Barocktheaterchen als Feuerwerk abfackeln kann, bewies nun jene nach Potsdam gekommene Produktion, für die musiklaisch die LAUTTEN COMPAGENEY und szenischeder Sänger-Regisseur Axel Köhler verantwortlich zeichnen.

Der mitreißende Zauber des „Teseo" rührt nämlich vor allem vom extrovertierten Instrumentalsound und von schier unerschöpflichen melodischen Phantasien…die Funken fliegen - aus dem Graben - wo Wolfgang Katschner die LAUTTEN COMPAGNEY als formidable Barock'n Roll Band führt.

Märkische Allgemeine

Herrliche und überzeugende Einfälle gewinnt die Regie einzig und allein aus der spritzigen, gefühlsberstenden, sentimentalen, von Liebe, Leidenschaften und Intrigen erzählenden Musik. Ihr zu lauschen bedeutet köstlichen Genuss. Zumal mit der LAUTTEN COMPAGNEY Berlin unter der anspornenden musikalischen Leitung von Wolfgang Katschner ein Ensemble von Alte-Musik-Spezialisten und Erzmusikanten am Werke ist, das akzentbetont und forsch, rhythmisch exakt aufspielt, um weite und weiche Legatolinien keinen Bogen macht.

Potsdamer Neueste Nachrichten 

„Teseo“ Informationen zur Inszenierung


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