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Musiktheater |
| oper und konzert barock und jazz oper und konzert barock und jazz | |
| Gemeinschaftsproduktion der Händel-Festspiele Halle, des Goethe-Theaters Bad Lauchstädt, der Festwochen Hannover-Herrenhausen und des Festivals Bayreuther Barock | |
| TESEO
Dramma tragico per musica von Georg Friedrich Händel. Libretto von Niccolo Haym nach Philippe Quinault |
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Musikalische Leitung
EGEO König von Athen |
Wolfgang Katschner   Johnny Maldonado/ Martin Wölfel Altus |
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Es spielt die LAUTTEN COMPAGNEY Berlin |
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Das Werk Die Uraufführung fand 1713 in London statt. Am Ende des Jahres 1712 hatte Händel die Komposition des "Teseo" vollendet - nach "Rinaldo" seine zweite Londoner Oper. Ihre Originalität verdankt "Teseo" vor allem dem Libretto. Der Italiener Niccolo Haym, der für Händel noch viele Libretti schreiben sollte, gab mit seinem Erstling eine erstaunlich originalgetreue Bearbeitung von "Thésée", einer französischen Tragédie lyrique, die Phillipe Quinault 1647 für Jean Baptist Lully nach einer Vorlage von Racine verfasst hatte. Nur hier, in keiner anderen Oper Händels, finden wir die Teilung in fünf Akte - eine spannungsreiche, dynamische Form, gegen welche die drei Akte einer opera seria fast behäbig wirken. "Teseo" ist eine ungewöhnliche Oper, ein besonderes Werk zu Beginn von Händels Londoner Zeit. Eine großartige Musik, geprägt von gewaltig ausgetragenen barocken Affekten, von Liebe, Leidenschaft und Kriegslärm und einzigartig durch die ungewöhnliche Vorlage. Händels "Teseo" wurde am Londoner Queen's Theatre ein grandioser Erfolg. Eindrucksvolle Bühnenverwandlungen, Dämonen, Wunderwerke und ein kraftvoller Klangkörper verfehlten nicht ihre Wirkung. Die gesamte barocke Theatermaschinerie wurde in Bewegung gesetzt. Der Kastratensopran Valeriano Pellegrini sang die Titelpartie und hielt das Publikum in Atem. Erst 1947 wurde die Oper bei den Göttinger Händelfestspielen erneut inszeniert, 1957 gab es eine Inszenierung im Goethe-Theater Bad Lauchstädt. Wenn zur Eröffnung der Händelfestspiele 2003 - als Koproduktion von vier der Musikkultur verpflichteten Institutionen - dieses besondere Werk auf die Bühne gebracht wird, dann soll zu allererst der Reichtum der barocken Theaterwelt erblühen. Mit aller Leidenschaft wird von dem tapferen Teseo, dem verblendeten Egeo, der schrecklichen Medea, den Liebenden Clizia und Arcane und der wunderschönen Agilea berichtet werden. Und ganz gewiß wird dieses Spiel einen geradlinigen Zugriff auf diese Welt wählen, wird die Inszenierung sich der Historie bedienen und modernes Musiktheater bieten. |
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