Händelpreis 2004 für
Wolfgang Katschner
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An Emma Kirkby (1997), Trevor Pinnock (1999), Sir John Eliot Gardiner (2001) und Marc Minkowski (2003) verlieh die Stadt Halle/Saale - Geburtsstadt Händels und Ort intensiver und innovativer Händel-Forschung und Händelmusik - bereits den Händel-Preis. 2004 ging er an den Lautenisten und Dirigenten Wolfgang Katschner. In der Laudatio heißt es:

   

Das hallesche Musikleben verdankt dem mit der mitteldeutschen Musiktradition eng verbundenem und vertrautem Wolfgang Katschner besondere Konzerterlebnisse, interessante Neuentdeckungen und vielseitige Anregungen. Manche davon fanden Eingang in Programme der halleschen Händel-Festspiele, meist als wichtige Beiträge zu den jeweiligen Themenschwerpunkten…

…Ungeachtet seines Ansehens als musikalischer Leiter war für ihn das Musizieren als Mitglied der Continuo-Gruppe von Ensembles unterschiedlicher Größe und Zusammensetzung immer wieder Anregung und Ausgangspunkt für neue Projekte. Und diese spezifische Perspektive führt in seinen Generalbass-Realisationen zu besonderer Farbigkeit, die jeweils dem gesamten Ensemble kräftige Konturen verleiht und dabei häufig klanglich sehr reizvoll und publikumswirksam ist…

Wolfgang Katschner hat seinen künstlerischen Weg offenbar sehr zielstrebig und bedachtsam geplant. Auf dem Konzertpodium jedoch agiert ein spontaner Musiker, dessen starke Ausstrahlung nur teilweise auf seiner selbstverständlich erscheinenden Präzision und Virtuosität beruht. Vielmehr vermag er durch seine agile, zupackende Art und mit seinem Elan nicht nur Mitwirkende, sondern selbst distanzierte Publikumskreise mitzureißen und für Alte Musik zu begeistern. Auf diese Weise wurde Wolfgang Katschner auch zu einem hervorragenden Botschafter der Musik Georg Friedrich Händels weit über die Grenzen Deutschlands hin aus.

   

Der Händel-Ehrenpreis wird für besondere künstlerische, wissenschaftliche oder kulturpolitische Leistungen, soweit diese in einem Zusammenhang mit der Händel-Pflege der Stadt Halle stehen, an Einzelpersönlichkeiten und /oder Ensembles vergeben. Die Preisträger werden von einem Kuratorium der Stadt Halle nominiert.

Die Anstecknadel für den Händel-Ehrenpreis wurde 1994 von der Schmuckgestalterin Silke Plathe, zum damaligen Zeitpunkt Studentin der Hochschule für Kunst und Design Burg Giebichenstein gestaltet. Die aus Gold und Email gefertigte Nadel zeigt Noten aus dem Messias. www.haendelfestspiele-halle.de

Der Händel-Preis
  
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