Konzert
oper und konzert    barock und jazz    oper und konzert    barock und jazz      

13. Oktober 2007
23. Oktober 2007
06. November 2007
17. November 2007
18. Januar 2008
20. Januar 2008
28. Februar 2008
20. Januar 2008
16. September 2008
17. September 2008

16.00 Uhr
20.00 Uhr
19.30 Uhr
19.30 Uhr
20.00 Uhr
11.00 Uhr
20.00 Uhr

Kloster Bursfelde
Fulda
Halle / Aula der Universität
Wien / Musikverein / Brahms-Saal
Waldkirch / Kloster St. Michael
Leverkusen / Schloss Morsbroich
Berlin / Samariterkirche
Kleve / Stadthalle
Amsterdam






   

   
Chirping of the Nightingale   Mr. Playford's English Dancing Master

Die erste Ausgabe dieses von John Playford (1623-1686) zusammengestellten und herausgegebenen Sammelwerkes erschien 1651. Bis zum Jahre 1728 folgten dann noch 17 weitere Editionen, die in immer wieder überarbeiteten Fassungen auch neue Stücke enthielten.

Der "Dancing" war in erster Linie ein Tanzbuch mit Instruktionen für den jeweiligen Tanzmeister. Die zu den Anweisungen gehörenden Melodien wurden einstimmig notiert, so dass sie auf der "Fiddle" gespielt werden konnten. Die Sammlung enthält eine große Anzahl von Airs, Dances und Country Dances, die zum großen Teil als gängiges Repertoire gebräuchlich waren und sich auch in vielen andere Quellen der Zeit finden, bzw. als Vorlagen für andere Musiker und Veröffentlichungen dienten, so u.a. für die berühmte "Beggars Opera" von John Gay und Christoph Pepusch. Zu den bekanntesten Stücken gehört zweifellos das berühmte "Greensleeves".

Für die LAUTTEN COMPAGNEY sind die Vorlagen aus dem Dancing Master seit einigen Jahren zu beliebten Gefährten in verschiedenen Konzertprogrammen geworden. Sie haben das Ensemble zu Arrangements und Improvisationen in verschiedenen Besetzungen angeregt. Die Musik wird in einem Klangbild wie es für das 17. Jahrhundert typisch war präsentiert. Playford selbst hat in seiner Ausgabe keine Angaben zur Instrumentation hinterlassen, gebrauchte aber in einer Ankündigung des Dancing Master die Formulierung "to be played on the Treble Violl or Violin".

Die LAUTTEN COMPAGNEY nutzt Violine, Viola da Gamba und Blockflöte als Melodie-, Laute, Gitarre, Theorbe, Cembalo und Orgelpositiv als Harmonie- und Rhythmusinstrumente. Dazu tritt ein Percussionist, der gleichermaßen historische wie moderne Schlag- und Soundinstrumente spielt und damit eine Brücke in die Moderne baut. Playfords Tunes werden in einem dramaturgisch runden Bogen zu einem Konzertprogramm geformt, der dem Hörer Einblicke in eine vergangene Klangwelt vermittelt und sinnliches Vergnügen bereitet.

Besetzung
LAUTTEN COMPAGNEY
Violine
Viola da Gamba
Laute und Gitarre
Theorbe
Blockflöte
Cembalo und Orgelpositiv
Percussion
Musikalische Leitung

Catherine Aglibut, Birgit Schnurpfeil
Ulrike Becker
Wolfgang Katschner
Hans-Werner Apel

Dorothee Oberlinger
Mark Nordstrand
Peter Bauer
Wolfgang Katschner

 
 
Kritik / Review
Überaus lustvolles Musizieren
Die fünf Musiker, die sich mit den beiden Ensemblegründern Wolfgang Katschner und Hans-Werner Apel zu einer lustvoll agierenden Spielgemeinschaft zusammengefunden haben, vermögen alte Musik in ihrer Vielfalt und Vitalität aufzuführen und dem reinen Klangerlebnis obendrein noch die frische Farbe improvisierter Elemente hinzuzufügen.
Dass die Zuhörer dabei zuweilen verblüfft sind und erst nach und nach verstehen, was sich da an musikalischer Gruppendynamik abspielt, ist nicht nur erwünscht, sondern gehört zur Voraussetzung des klanglichen Vergnügens.
Fuldaer Zeitung    27. Oktober 2007    Programme

Unbändige Spiellust
Einen unkonvetionellen Umgang mit Alter Musik pflegt die LAUTEN COMPAGNEY - weit ab von historischer Prinzipienreiterei. Sehr fröhlich war die Mischung aus Musizierfreude, gneauer Kenntnis der barocken Aufführungspraxis, Spaß am Improvisieren und unbekümmertem Einsatz von Perkussionsinstrumenten...
Mit unbändiger Musizierlust zauberte die LAUTEN COMPAGNEY immer wieder ein Lächeln in die Minen der Konzertbesucher - die Musiker brachten sich sogar stellenweise gegenseitig zum Lachen, was in der Alten Musik eher die Ausnahme ist.
Göttinger Tageblatt    16. Oktober 2007    Programme

Mit frechem Mut 
Zu hören bekommt man freilich deutlich mehr als die nackten Melodiestimmen, die bei Playford notiert sind. Die LAUTEN COMPAGNEY hat das karge Material kreativ und mit frechem Mut zur "historischen Inkorrektheit" für ein siebenköpfiges Ensemble arrangiert - heraus kommt ein recht spekulatives, aber doch höchst vitales Bild ländliches Musikantentums im England des 17. Jahrhunderts.
Hannoversche Allgemeine Zeitung  05. Juli 2007

Herzhaftes Gelächter bei einem Barockkonzert? Bei der LAUTTEN COMPAGNEY ist das möglich. Das Berliner Ensemble vereinte vor begeisterten Besuchern feine Musizierkunst mit Humor.
Die Arrangements der LAUTTEN COMPAGNEY wirkten - historische Instrumente hin oder her - oft erstaunlich modern. Treibende Stücke gabs, nachgerade groovende, auch meditative und getragene. Durchweg spielte das siebenköpfige Ensemble erfreulich exakt. Immer wieder kamen zu Viola da Gamba, Theorbe oder Cembalo überraschende Klänge - wie Kastagnetten und Maultrommel.
Neue Presse Hannover  05. Juli 2007

Herzlich wenig mehr als die reinen Melodiestimmen sind in John Playfords "English Dancing Master" abgedruckt. Die LAUTTEN COMPAGNEY schlägt daher einen äußerst cleveren Weg ein, verbindet historisch fundierte Aufführungspraxis - anhand von Traktaten jener Zeit - mit minimalistischen Modellen jüngster Zeit. Und es ist diese Kombination aus streng historisch abgesicherter Technik und der großen Freiheit der Improvisation, die der "Dancing Master" letztlich verlangt (damit die Musik überhaupt erst zum Leben und Tanzen gebracht wird), die sich in einer großen Bonbonniere versammeln und, einmal davon genascht, die Füsse nicht mehr stillhalten lassen. Blockflöten, Violinen, Viola da Gamba, Harfe, Chitaronne, Barockgitarre, Cembalo, Orgel, Theorbe, Kastagnetten, Löffel, Holzblocks, Landsknechtstrommel etc. garantieren ein buntes Klangspektrum.

Eventkultur der Jahrhunderte und eine Spielkultur, deren Elan und Dynamik regelrecht ansteckend wirkt. Noch dazu lässt sich die Lautten LAUTTEN COMPAGNEY allerhand Intrikates einfallen: improvisierte Variationsfolgen tradierter Prägung jener Zeit, Melodiekombinationen, Schichtung von Elementen und paralleles Spielen mehrerer Teile eines Stücks und sogar die Einwirkung eines "Ground" in einen anderen. Das ist nicht nur Spielerei mit historischen Elementen, das ist weitergedachte Musikgeschichte, ist ein höchst klug durchdachter Blick des 21. Jahrhunderts auf das überkommene Material. Darin liegt, bei aller Buntscheckigkeit des Programms, die wirkliche Bedeutung dieser Einspielung. Eine hervorragend die Schichten der Musik wiedergebende Klangtechnik und ein witzig geschriebenes Booklet runden diese Aufnahme bestens ab.
klassik.com 11. März 2006

Rhythmisch prononciert, elegant und solistisch delikat interpretieren Katschner & Co diese meist kurzen Werklein auf authentischem Instrumentarium - man spürt der Musici vitale Lust daran und bewundert ihr mehr als handwerkliches Geschick, den „Tanzmeister" aus dem Geist seiner Zeit auferstehen zu lassen.
Der Barock-Experte Wolfgang Katschner und seine LAUTTEN COMPAGNEY haben einige dieser (Playford-)Schätze gehoben und auf eine CD gebannt, an der man sich schier nicht satthören mag. Sehr volkstümlich geht es da zu, heiter und verblüffend originell - vor allem jedoch: auf herzerfrischende Weise tänzerisch.
Thüringische Landeszeitung 18. Juni 2005   Diskografie

Quadrum-Konzert in Aachen 
In phantasievollen, farbigen Arrangements wurden ursprünglich einstimmige Tänze aus Mr. Playfords English Dancing Master in perfektem Zusammenspiel und hohem instrumentalen Können aufgeführt. Verblüffend und rhythmisch elektrisierend die Effekte der Percussioninstrumente. Eine besondere Note brachte der hochkarätige Altus Denis Lakey ins Spiel, der sehr idiomatisch alte Sätze, aber auch Spirituals interpretierte, deren Begleitung mit alten Instrumenten den bekannten Songs eine völlig neue Dimension verliehen.
Aachener Zeitung 14. Juli 2005

Concert in Bury St Edmunds (GB)
What a terrific array of period instruments which they used to great effect providing an atmosphere second to none.
It was music performed with a theatrical bent and I must make special mention of the percussionist Peter Bauer. His flamboyant style together with his comical approach made it a fun evening ... Whatever the ensemble played you were always in for a pleasant surprise, whether with their exquisite performance or the sheer fun and life they put into it.
edp24 Norfolk entertainment June 11, 2005

Porträt   PROJEKTE   Diskografie   KRITIKEN   Programme   TERMINE
Kontakt   e-mail: lautten.compagney@t-online.de   Chausseestraße 128/129   10115 Berlin    Telefon: 030 - 442 87 61   Fax: 030 - 442 87 62