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Konzert |
| oper und konzert barock und jazz oper und konzert barock und jazz | |
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13. Oktober 2007 |
16.00 Uhr |
Kloster Bursfelde |
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| Chirping of the Nightingale Mr. Playford's English Dancing Master
Die erste Ausgabe dieses von John Playford (1623-1686) zusammengestellten und herausgegebenen Sammelwerkes erschien 1651. Bis zum Jahre 1728 folgten dann noch 17 weitere Editionen, die in immer wieder überarbeiteten Fassungen auch neue Stücke enthielten. Der "Dancing" war in erster Linie ein Tanzbuch mit Instruktionen für den jeweiligen Tanzmeister. Die zu den Anweisungen gehörenden Melodien wurden einstimmig notiert, so dass sie auf der "Fiddle" gespielt werden konnten. Die Sammlung enthält eine große Anzahl von Airs, Dances und Country Dances, die zum großen Teil als gängiges Repertoire gebräuchlich waren und sich auch in vielen andere Quellen der Zeit finden, bzw. als Vorlagen für andere Musiker und Veröffentlichungen dienten, so u.a. für die berühmte "Beggars Opera" von John Gay und Christoph Pepusch. Zu den bekanntesten Stücken gehört zweifellos das berühmte "Greensleeves". Für die LAUTTEN COMPAGNEY sind die Vorlagen aus dem Dancing Master seit einigen Jahren zu beliebten Gefährten in verschiedenen Konzertprogrammen geworden. Sie haben das Ensemble zu Arrangements und Improvisationen in verschiedenen Besetzungen angeregt. Die Musik wird in einem Klangbild wie es für das 17. Jahrhundert typisch war präsentiert. Playford selbst hat in seiner Ausgabe keine Angaben zur Instrumentation hinterlassen, gebrauchte aber in einer Ankündigung des Dancing Master die Formulierung "to be played on the Treble Violl or Violin". Die LAUTTEN COMPAGNEY nutzt Violine, Viola da Gamba und Blockflöte als Melodie-, Laute, Gitarre, Theorbe, Cembalo und Orgelpositiv als Harmonie- und Rhythmusinstrumente. Dazu tritt ein Percussionist, der gleichermaßen historische wie moderne Schlag- und Soundinstrumente spielt und damit eine Brücke in die Moderne baut. Playfords Tunes werden in einem dramaturgisch runden Bogen zu einem Konzertprogramm geformt, der dem Hörer Einblicke in eine vergangene Klangwelt vermittelt und sinnliches Vergnügen bereitet. |
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Besetzung LAUTTEN COMPAGNEY |
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Violine Viola da Gamba Laute und Gitarre Theorbe Blockflöte Cembalo und Orgelpositiv Percussion Musikalische Leitung |
Catherine Aglibut, Birgit Schnurpfeil Ulrike Becker Wolfgang Katschner Hans-Werner Apel Dorothee Oberlinger Mark Nordstrand Peter Bauer Wolfgang Katschner |
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| Kritik / Review Überaus lustvolles Musizieren Die fünf Musiker, die sich mit den beiden Ensemblegründern Wolfgang Katschner und Hans-Werner Apel zu einer lustvoll agierenden Spielgemeinschaft zusammengefunden haben, vermögen alte Musik in ihrer Vielfalt und Vitalität aufzuführen und dem reinen Klangerlebnis obendrein noch die frische Farbe improvisierter Elemente hinzuzufügen. Dass die Zuhörer dabei zuweilen verblüfft sind und erst nach und nach verstehen, was sich da an musikalischer Gruppendynamik abspielt, ist nicht nur erwünscht, sondern gehört zur Voraussetzung des klanglichen Vergnügens. Fuldaer Zeitung 27. Oktober 2007 Programme Unbändige Spiellust Einen unkonvetionellen Umgang mit Alter Musik pflegt die LAUTEN COMPAGNEY - weit ab von historischer Prinzipienreiterei. Sehr fröhlich war die Mischung aus Musizierfreude, gneauer Kenntnis der barocken Aufführungspraxis, Spaß am Improvisieren und unbekümmertem Einsatz von Perkussionsinstrumenten... Mit unbändiger Musizierlust zauberte die LAUTEN COMPAGNEY immer wieder ein Lächeln in die Minen der Konzertbesucher - die Musiker brachten sich sogar stellenweise gegenseitig zum Lachen, was in der Alten Musik eher die Ausnahme ist. Göttinger Tageblatt 16. Oktober 2007 Programme Mit frechem Mut Zu hören bekommt man freilich deutlich mehr als die nackten Melodiestimmen, die bei Playford notiert sind. Die LAUTEN COMPAGNEY hat das karge Material kreativ und mit frechem Mut zur "historischen Inkorrektheit" für ein siebenköpfiges Ensemble arrangiert - heraus kommt ein recht spekulatives, aber doch höchst vitales Bild ländliches Musikantentums im England des 17. Jahrhunderts. Hannoversche Allgemeine Zeitung 05. Juli 2007 Herzhaftes Gelächter bei einem Barockkonzert? Bei der LAUTTEN COMPAGNEY ist das möglich. Das Berliner Ensemble vereinte vor begeisterten Besuchern feine Musizierkunst mit Humor. Die Arrangements der LAUTTEN COMPAGNEY wirkten - historische Instrumente hin oder her - oft erstaunlich modern. Treibende Stücke gabs, nachgerade groovende, auch meditative und getragene. Durchweg spielte das siebenköpfige Ensemble erfreulich exakt. Immer wieder kamen zu Viola da Gamba, Theorbe oder Cembalo überraschende Klänge - wie Kastagnetten und Maultrommel. Neue Presse Hannover 05. Juli 2007 Herzlich wenig mehr als die reinen Melodiestimmen sind in John Playfords "English Dancing Master" abgedruckt. Die LAUTTEN COMPAGNEY schlägt daher einen äußerst cleveren Weg ein, verbindet historisch fundierte Aufführungspraxis - anhand von Traktaten jener Zeit - mit minimalistischen Modellen jüngster Zeit. Und es ist diese Kombination aus streng historisch abgesicherter Technik und der großen Freiheit der Improvisation, die der "Dancing Master" letztlich verlangt (damit die Musik überhaupt erst zum Leben und Tanzen gebracht wird), die sich in einer großen Bonbonniere versammeln und, einmal davon genascht, die Füsse nicht mehr stillhalten lassen. Blockflöten, Violinen, Viola da Gamba, Harfe, Chitaronne, Barockgitarre, Cembalo, Orgel, Theorbe, Kastagnetten, Löffel, Holzblocks, Landsknechtstrommel etc. garantieren ein buntes Klangspektrum. Eventkultur der Jahrhunderte und eine Spielkultur, deren Elan und Dynamik regelrecht ansteckend wirkt. Noch dazu lässt sich die Lautten LAUTTEN COMPAGNEY allerhand Intrikates einfallen: improvisierte Variationsfolgen tradierter Prägung jener Zeit, Melodiekombinationen, Schichtung von Elementen und paralleles Spielen mehrerer Teile eines Stücks und sogar die Einwirkung eines "Ground" in einen anderen. Das ist nicht nur Spielerei mit historischen Elementen, das ist weitergedachte Musikgeschichte, ist ein höchst klug durchdachter Blick des 21. Jahrhunderts auf das überkommene Material. Darin liegt, bei aller Buntscheckigkeit des Programms, die wirkliche Bedeutung dieser Einspielung. Eine hervorragend die Schichten der Musik wiedergebende Klangtechnik und ein witzig geschriebenes Booklet runden diese Aufnahme bestens ab. klassik.com 11. März 2006 Rhythmisch prononciert,
elegant und solistisch delikat interpretieren Katschner &
Co diese meist kurzen Werklein auf authentischem
Instrumentarium - man spürt der Musici vitale Lust daran
und bewundert ihr mehr als handwerkliches Geschick, den
Tanzmeister" aus dem Geist seiner Zeit auferstehen zu
lassen. Quadrum-Konzert in Aachen Concert in Bury St Edmunds (GB) |
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