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Berliner Museuminselfestival - das längste Open Air der Welt von Mai bis September
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Passion Petrarca Wer war Petrarca? Wer diese Frage zu beantworten wünschte, würde wohl wie die fünf Protagonisten der Szenen, zwei Sängerinnen und drei Sänger, eine Bibliothek aufsuchen und sich alsbald konfrontiert sehen mit einer überwältigenden Fülle von Schriften aus der Feder dieses Klassikers der italienischen Literatur. Die Lektüre dieser oftmals autobiographisch geprägten Dichtungen ließe allmählich das Bild eines Menschen entstehen, der seine Werke als Zeugnisse seines Lebens ausgab, umgekehrt sein Leben als Kunstwerk inszenierte und dabei absichtsvoll die Grenze zwischen Dichtung und Wahrheit, zwischen Fiktion und Authentizität verwischte, um der Nachwelt ein ganz bestimmtes Bild seiner selbst zu vermitteln. Auf ihrer Erkundungsreise zu Petrarca werden sich die Figuren, man mag sie sich als Studenten denken, dem Objekt ihres Interesses gleichsam anverwandeln und lassen auf diese Weise die Facetten seiner so faszinierenden wie widersprüchlichen Persönlichkeit Gestalt werden, die zudem gespiegelt wird in den bis auf ein Werk im 16. und frühen 17. Jahrhundert entstandenen Madrigalen zumeist in Italien wirkender Komponisten. Die Texte der Madrigale entstammen Petrarcas Canzionere, einer Sammlung von 366 italienischsprachigen Gedichten, die alle um die Liebe zu Laura, einer wirklichen oder auch imaginären Geliebten kreisen. Die Renaissance der Dichtungen Petrarcas zwei Jahrhunderte nach ihm hatte vor allem auf die Komponisten dieser Zeit eine enorme Wirkung und beförderte die Entwicklung des Madrigals, der wichtigsten Form weltlichen mehrstimmigen Musizierens im 16. Jahrhundert. Von diesen ist eine repräsentative Auswahl der Zeit im Programm zu hören, von Komponisten wie Guillaume Dufay, Philippe Verdelot, Adrian Willaert, Alfonso della Viola, Cipriano de Rore und Orlando di Lasso und von den Meistern madrigalischer Ausdruckskunst Luca Marenzio und Claudio Monteverdi. |
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