20
Jahre LAUTTEN COMPAGNEY
Jubiläumskonzert
oper und
konzert v
barock und jazz v
oper und konzert v
barock und jazz
- Samstag
4.
Dezember
2004
18.00 Uhr
Halle
Händel-Haus
JUBILÄUMSKONZERT
Chirping
of the
Nightingale"
- Mitteldeutsche
Zeitung 3. Dezember 2004
- Barocke
Nachtigall singt ein Ständchen
- Jubiläumskonzert
in Halle - 20-jähriges Bestehen wird
gefeiert
-
- Halle/MZ.
Auf dem barocken Jahrmarkt der Eitelkeiten könnte
man dieses Jubiläum zweifellos auch mit
Fanfarenklang und Paukenschlag einläuten, wahre
Künstler aber schmückt selbst hier ihre
Bescheidenheit: Das Zwitschern einer
Nachtigall wird am Sonnabend in Halle erklingen,
wenn die LAUTTEN COMPAGNEY ihr 20-jähriges Bestehen
feiert. Und obwohl das Ensemble von Wolfgang Katschner
und Hans-Werner Apel einst in Berlin gegründet
wurde, ist das Konzert im Händel-Haus ein Heimspiel.
-
- Spätestens
seit Mitte der 90er Jahre nämlich geben die beiden
Gründer, die sich als Studenten an der Hochschule
Hanns Eisler kennenlernten, immer wieder
wichtige Impulse für die mitteldeutsche Barockmusik.
Das jüngste Zeugnis der erfolgreichen Landnahme ist
die DVD der Lauchstädter
Teseo-Produktion, mit der die Compagney im
Herbst erfolgreich in England gastierte - sowie der
Händel-Preis für Wolfgang Katschner, der ihm
bei den halleschen Festspielen im Juni verliehen wurde.
Da kam er gerade aus Kapstadt, wo er die erste
Aufführung der Oper "Alcina" in Südafrika
dirigiert hatte.
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- Es
scheint zur Eigendynamik einer so langen Zusammenarbeit
zu gehören, dass sich die Arbeit mit
unterschiedlichem Gewicht auf die einzelnen Akteure
verteilt. Während Katschner inzwischen auch als
Dirigent das Licht der Öffentlichkeit sucht, zieht
sein Compagnon Apel im Hintergrund die Fäden - und
bestimmt beispielsweise durch das Engagement der
Sänger doch maßgeblich den Kurs des Ensembles
mit. Das ist im übrigen stetig gewachsen und
bewältigt große Opern oder Oratorien
längst ebenso spielend wie
Kammermusiken.
- Der Clou
der LAUTTEN COMPAGNEY aber ist ihre ungebremste Neugier,
die sie aus der vom eigenen Erfolg oft
übersättigten Originalklang-Szene noch immer
wohltuend abhebt. Für die Expo in Hannover entstand
vor vier Jahr das Crossover-Debüt
Bach-Arkaden, seither haben sie Jazz oder
Spirituals mit Barockklängen kombiniert und Dietrich
Buxtehudes Membra Jesu Nostri von einem
Videokünstler untermalen lassen. Ihre Diskografie
schmücken erlesene Standards wie Händels
Messias ebenso wie Opern-Ausschnitte von
Johann Philipp Krieger oder Raritäten aus der
Musikbibliothek des thüringischen Schlosses
Sondershausen.
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- Dass es
der LAUTTEN COMPAGNEY vor einigen Jahren sogar gelang,
den barocken Originalklang in einer hinreißenden
Novelle über John Gays Beggar's Opera
beim Dessauer Weill-Fest zu präsentieren, mag nun
auch den Mut zu einem weiteren Spagat befördert
haben. Im kommenden Jahr soll sich Claudio Monteverdis
frühe Polyphonie mit den Sieben
Todsünden von Kurt Weill vereinen - ein
Brückenschlag über vier Jahrhunderte, der nur
bei so versierten Klangbaumeistern wie Apel und Katschner
gelingen kann.
- Zum
Jubiläum aber bitten die Lautenisten und ihre
Kollegen, unter denen sich seit einiger Zeit auch die
Sänger der Capella Angelica
gehören, erst einmal zu alten englischen Tänzen
mit dem Titel Chirping of the Nightingale.
Zum Gastspiel im Händel-Haus übrigens kann
Wolfgang Katschner inzwischen zu Fuß gehen - denn
da seine Frau als Geigerin an Halles Oper engagiert ist,
hat er nun auch eine Wohnung an der Saale.
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- Chirping
of the Nightingale beginnt morgen 18 Uhr, am 26.
Dezember, 15 Uhr, spielt die LAUTTEN COMPAGNEY den
Messias in Bad Lauchstädt.
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Wolfgang
Katschner und Hans-Werner Apel
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