Kritik
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- oper und
konzert v
barock und jazz v
oper und konzert v
barock und jazz
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- Freitag 11.
Februar 2005 19 Uhr PREMIERE
- Potsdam /
Schlosstheater des Neuen Palais
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- Die sieben
Todsünden
- Combattimento
di Tancredi e Clorinda
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- Musikalische
Leitung
Wolfgang
Katschner
- Regie und
Bühne Gisbert Jäkel
- Kostüme
Antje Sternberg
- Choreographie
Geta Bahrmann
- Dramaturgie
Carola Gerbert
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- LAUTTEN COMPAGNEY
Berlin und die Kammerakademie
Potsdam
- Mit Geta
Bahrmann, Stefanie Wüst, Christian Immler, Henning Kaiser,
Maximilian Schmitt, Tye Maurice Thomas
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- Produktion des
Hans Otto Theaters Potsdam
- DIE SIEBEN
TODSÜNDEN
Musik Kurt
Weill / Text Bertolt Brecht
- COMBATTIMENTO DI
TANCREDI E CLORINDA
Musik Claudio
Monteverdi / Text Torquato TassoP
- otsdamer neueste
Nachrichten, 14.2.2005
-
- Märkische
Allgemeine
14. Februar
2005
Zeitreise im
Schlosstheater
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- Grandios: von
Barock bis Brecht
- FRANK DIETSCHREIT
- Kreuzritter
Trancredi hat ein Problem. Einerseits geht er für die
Befreiung Jerusalems über Leichen. Andererseits liebt er die
Sarazenin Clorinda, seine andersgläubige Feindin, die er doch
eigentlich hassen müsste. Als die Hassliebenden im Kampf
aufeinander treffen, kommt es zum blutigen Finale. Tancredi
erkennt die in Männerkleidung kämpfende Clorinda erst,
als er sie bereits tödlich verwundet hat. Mag die sterbende
Clorinda auch ihrem Geliebten verzeihen, so gibt es für die
religiös vergifteten Liebeskrieger doch keine
Rettung.
- Claudio
Monteverdis von einem Text Torquato Tassos inspirierte
Barock-Komposition Combattimento di Tancredi e
Clorinda mag aus einer 300 Jahre entfernten Epoche stammen.
Doch scheint der von Monteverdi in verzweifelt-schöne
Barock-Noten gefasste, von ideologischem Hass geprägte
Liebeskrieg uns Heutigen ganz nah. Gisbert Jäkel, der bereits
mit seiner Inszenierung von Krieg und Frieden in der
Französischen Kirche das Potsdamer Publikum überzeugte,
reißt jetzt mit seiner musikalischen Zeitreise die im
Schlosstheater im Neuen Palais versammelten Premieren-Zuschauer zu
Begeisterungsstürmen hin. Denn ihm gelingt es
tatsächlich, nicht nur für Monteverdis Musik-Perle
eindringliche szenische Bilder zu finden, sondern auch das barocke
Spiel vom Totschlag mit der von Kurt Weill nach Texten von Bert
Brecht komponierten Odyssee über "Die sieben Todsünden"
plausibel zu kombinieren.
- Wolfgang
Katschner und seine auf historischen Instrumenten musizierende
Lautten Compagney Berlin versetzen das atemlos lauschende Publikum
mit barocken Endlosschleifen in musikalische Trance. Hilflos muss
es mitansehen, wie Erzähler Testo (Christian Immler) die
traurige Geschichte von Tancredi (Henning Kaiser) und Clorinda
(Stefanie Wüst) mit seinem kraftvollen Bariton gnadenlos
durchbuchstabiert. Was die beiden scheinbar schon aus dem
Schattenreich der Toten kommenden Liebeskrieger sich antun, wird
von tänzerischen Doppelgängern (Greta Bahrmann, Philip
Niel Kilner) blutig in Szene gesetzt. Das Doppelgänger-Motiv
führt nahtlos von Monteverdi zu Weill. Jetzt ist Stefanie
Wüst eine mit sich selbst und ihren sündhaften
Gefühlen und Gedanken (Greta Bahrmann) streitende Anna. Wo
eben noch asketische Strenge herrschte, weitet sich die Bühne
zu opulenten Bildern. Um ihren Traum vom eigenen kleinen Haus zu
verwirklichen, irrt Anna durch Bordelle, Spielhöhlen,
Filmstudios. Zwar wird der von Faulheit und Stolz, Habsucht und
Neid untergrabene Traum zum Alptraum. Was die grandios aufgelegte
Sopranistin und die schmissig agierende Kammerakademie Potsdam aus
Weills zwischen süffigem Musical und neutönender Moderne
irrlichternden "Todsünden" herausholt, lässt keinen
Wunsch offen. Schade, dass dieses gewagte, großartige
Experiment nur an wenigen Abenden wiederholt wird.
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- Weitere
Aufführungstermine

- 19.02. 19
Uhr
- 23.02. 19
Uhr
- 26.02. 19
Uhr
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- 04.03. 19
Uhr
- 26.03. 19
Uhr
- 28.03. 15
Uhr
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- 15.04. 19
Uhr
- 16.04. 19 Uhr
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- Karten
Telefon 0331 - 9811 8, Fax 0331 - 9811 900, e-mail
ticket-service@hot.potsdam.de
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