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Kritiken |
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Konzert "Winter- und Weihnachtslieder" mit Christian Quadflieg (Lesung) im Potsdamer Nikolaisaal |
Konzert "Dietrich Buxtehude" beim Festival Alter Musik Bernau
Konzert "Chirping of the Nightingale" im Fürstensaal des Fuldaer Stadtschlosses Konzert "Chirping of the Nightingale" im Kloster Brusfelde Konzerte "Monteverdi" und "Heinrich Schütz: Musikalische Exequien" Konzert "Chirping of the Nightingale" beim Mainzer Musiksommer "Dein edles Herz, der Liebe Thron" in Ohrdruf MDR-Musiksommer Mit expressiver Leuchtkraft Die Capella Angelica ist ein Zusammenschluss von Barock-Sängern und weniger ein Chor. Besonders die Männer musizieren sehr individualistisch, und somit bildet das Ensemble klanglich eine Alternative zu der Menge an kleinen sehr guten, meist semiprofessionellen Chören, die den Barockmusik-Markt dominieren. Mitteldeutsche Zeitung 30. Juli 2007 Mit Tarquinio Merula und Philip Glass in Neuburg an der Donau bei den Audi-Sommerkonzerten Zauberisch belebt ...herrschte hier die reinste Klangraum-Alchemie. Merula kombiniert mit Marimba (Peter Bauer) mutierte zu Glass, ein langes Ostinato paarte die Instrumente zu immer neuen magischen Wirkungen. Nahtlos erwuchs daraus die bekannte Ciaconna von Merula, die triumphal gut geriet. Auch Glass´ ("Something She Has To Do") gewann nun eine unglaublich berührende Tiefe, die man Filmmusik eigentlich nicht zutrauen würde. Das begeisterte Publikum wollte die Musiker nach dem langen Abend gar nicht gehen lassen. Also noch einmal Glass, noch einmal die Ciaconna, so zauberisch belebt wie draußen die warme Sommernacht. Neuburger Rundschau 19. Juli 2007 Konzert "Chirping of the Nightingale" beim Herrenhausen Barock Mit frechem Mut Zu hören bekommt man freilich deutlich mehr als die nackten Melodiestimmen, die bei Playford notiert sind. Die LAUTEN COMPAGNEY hat das karge Material kreativ und mit frechem Mut zur "historischen Inkorrektheit" für ein siebenköpfiges Ensemble arrangiert - heraus kommt ein recht spekulatives, aber doch höchst vitales Bild ländliches Musikantentums im England des 17. Jahrhunderts. Hannoversche Allgemeine Zeitung 05. Juli 2007 Herzhaftes Gelächter bei einem Barockkonzert? Bei der LAUTTEN COMPAGNEY ist das möglich. Das Berliner Ensemble vereinte vor begeisterten Besuchern feine Musizierkunst mit Humor. Die Arrangements der LAUTTEN COMPAGNEY wirkten - historische Instrumente hin oder her - oft erstaunlich modern. Treibende Stücke gabs, nachgerade groovende, auch meditative und getragene. Durchweg spielte das siebenköpfige Ensemble erfreulich exakt. Immer wieder kamen zu Viola da Gamba, Theorbe oder Cembalo überraschende Klänge - wie Kastagnetten und Maultrommel. Neue Presse Hannover 05. Juli 2007 Schmackhafte Opernpastete Konzert "Amazonen" in Kempen Das Publikum sah und hörte drei Sopranistinnen, die in wechselnden Amazonen-Rollenverteilungen Konflikte, Intrigen und tragische Verwicklungen vortrugen. Das dramatische Gegeneinander wurde durch Gestik und Mimik engagiert dargestellt. Musikalisch harmonierten die Sängerinnen glänzend miteinander. Alle drei bestachen durch ihre Sicherheit in den schwierigen Koloraturen... Mit ebenfalls tadellosen Leistungen wartete das achtköpfige Berliner Instrumentalensemble LAUTTEN COMPAGNEY auf. Sein Leiter Wolfgang Katschner hatte die im fünfstimmigen Satz vorliegenden Partituren ansprechend und abwechslungsreich instrumentiert, variierte die Klangfarbe... Rheinische Post 19. Juni 2007 Mit Purcels Semi Opera "King Arthur" auf Tour Höchst kompetent, zuweilen mitreißend und sehr aufmerksam begleitete die Berliner LAUTTEN COMPAGNEY das Geschehen. Rhythmisches Klatschen im Galeriegebäude: nach der Aufführung konnte man sich bei einem Popkonzert wähnen statt bei Herrenhaus-Barock. Neue Presse Hannover 09 Juli 2007 Hoch zu loben ist schließlich die famose LAUTTEN COMPAGNEY, die es unter Leitung von von Wolfgang Katschner tatsächlich schaffte, trotz tropischer Hitze und der sich sukzessive erhöhenden Luftfeuchtigkeit in dem ausverkauften Theaterchen weitgehend reine Stimmung zu halten auf ihren historischen Instrumenten. Dass sie mit Brio spielten, versteht sich. Auch, dass die satt-schnarrenden Streicher, die süßen Flöten und schneidenden Oboen die schönsten Idyllen ausmalten und das Sommernachts-Grauen der Historie immer wieder in eitel Traum verwandelten. Frankfurter Allgemeine 12. Juni 2007 Ohne Wenn und Aber ist die Musik zugleich Lebensnerv und Ohrenschmaus. Unter der Leitung von Wolfgang Katschner bieten die Lautten Compagney und die Capella Angelica barocke Zierde und Dramatik pur. Keine seelische Regung der Protagonisten, die nicht ihre Entsprechung im Accompagnato fände, keine noch so mystische oder reale Handlung ohne Tongirlanden aus dem Orchestergraben. Herrlich. Leipziger Volkszeitung 05. Juni 2007 "Dein edles Herz, der Liebe Thron" im Dom zu Halle Händel-Festspiele 2007 Dass die LAUTTEN COMPAGNEY um ihren Gründer Wolfgang Katschner in ihrem Einverständnis mit Buxtehudes Werk beispielgebend ist, konnte man bereits auf einer CD-Trilogie nachhören. Hier aber bewährte sich das Ensemble mit seinem Rundum-Dirigenten als Orientierungspunkt für ein Sänger-Ensemble, das in meditativer Vereinzelung wie im Chor der Gemeinde sinnstiftend artikulierte und musizierte. Mitteldeutsche Zeitung 11. Juni 2007 "Membra Jesu Nostri" in der Herderkirche zu Weimar Katschner brachte den mit zwei Stimmen je Register minimalistisch besetzten Chor zu vollkommener Geltung; das enorm reagible Ensemble verströmte in fruchtigen Färbungen wahrhaftige Anmut, und die LAUTTEN COMPAGNEY begleitete auf historischen Instrumenten spannungsreich, mit delikater Dynamik. Das bescherte den Hörern in der Herderkirche - im Angesicht des Cranach-Altarbildes - ein tief kontemplatives Erlebnis, dessen konfessionsübergreifende Spiritualität auch nach 300 Jahren lebendig wirkte. Angemessen, euphorisch fiel dafür der Beifall aus. Thüringer Landeszeitung 22. April 2007 "Membra Jesu Nostri" in Zürich ... Aber das alles spielt keine Rolle in dem Moment, da man in der Predigerkirche sitzt, gepackt und gerührt von einem Werk, das zum Abschluss des dreitägigen Buxtehude-Festivals des Forums Alte Musik Zürich eine grandiose Aufführung erlebt. Die Stimmen der Capella Angelica und die Instrumente der LAUTTEN COMPAGNEY finden unter der Leitung von Wolfgang Katschner all die Töne, die diese Musik verlangt: Die zarten und dank der Theorben auch die perkussiven, die empfindsamen und die angriffigen. Prachtvoll klingt das, dabei nie pompös und erst recht nicht kitschig ... Zürcher Tagesanzeiger 03. April 2007 Explosiv, bodenständig und sphärisch ... Dass Buxtehudes Musik sich so kraftvoll gegen die optischen Reize behauptete, zeigte aber auch, wie unmittelbar diese raffiniert und vielseitig gestalteten Klänge ein heutiges Publikum anzusprechen vermögen. Daran hatte die Interpretation der Berliner LAUTTEN COMPAGNEY und der Capella Angelica unter der Leitung von Wolfgang Katschner wesentlichen Anteil. Die Sänger und Instrumentalisten füllten den Kirchenraum mit einem leuchtenden, warm timbrierten Ensembleklang, der durch die Bassgruppe erfreuliche Bodenständigkeit erhielt. Das Gambenconsort sorgte dagegen in den Mittelstimmen für zarte, sphärische Tönungen. Die kunstvoll ausgearbeitete Mehrstimmigkeit trat plastisch hervor, ohne dass die spontane Musizierlust dabei zu kurz kam. Neue Zürcher Zeitung 03. April 2007 Monteverdis "L'Orfeo" am Opernhaus Halle. Premiere am 17. Februar 2007 Betörende Schönheit Aus der Tiefe des offenen Bühnenbodens quellen in betörender Schönheit die Melodien von Monteverdis Musik, ausdrucksvoll unter Wolfgang Katschner intoniert. Er spielt selbst auf der Chitarrone und begleitet einfühlsam die Rezitative. orpheus 05+06/2007 Mit Feinsinn Dirigent müsste man sein, jedenfalls in dieser durch und durch sehenswerten Produktion, dann würde man La Musicas zärtliche Hände wohl auch auf dem Haupt spüren. Wolfgang Katschner, der den Hallenser „Orfeo“ an der Spitze des Orchesters verantwortet, sei das holde Händchen gegönnt. Denn er selbst besitzt es, in anderer Ausprägung, für die fragile und zumal rhythmisch und syntaktisch so außerordentlich komplexe Partitur. Ein Spagat ist es immer, die Konturen von Monteverdis Klangbildern zu zeigen, ohne der profunden rhetorischen Macht dieser Musik allzu nahe zu treten. Katschner und seinen fabelhaften, mit Feinsinn zu Werke gehenden Musikern gelingt dies vortrefflich und mit einem gehörigem Reichtum an klanglichen Facetten ... OPERNWELT 04/2007 Ein Hochgenuss Bei genauem Hinhören offenbart sich die Kühnheit im Harmonischen, das eigentliche Novum der Musik, die jede seelische Regung mit kalligraphischer Genauigkeit umreißt. Das ist nicht nur ganz die Sache von Rensburg, sondern vielmehr noch die von Wolfgang Katschner, der als Dirigent und Theorben-Spieler das Mischensemble aus Berliner LAUTTEN COMPAGNEY und Händelfestspielorchester Halle zusammenführt und, wenngleich mit Abstrichen in der Koordination über größere Distanzen, auf der Kammerbühne der Oper Halle auch in den solistischen Partien sehr beweglich leitet. Kompliment: Die Musiker spielen mit Engagement, jeden kleinen Schnörkel ausmusizierend, rasant und stringent in den handlungsbetonten Passagen. Ein Hochgenuss. Leipziger Volkszeitung 19. Februar 2007 Farbenprächtig und facettenreich Kobie van Rensburg erfindet eine Fülle von Details, die - analog zum doppelten Schluss - oft wie Optionen wirken. Ganz und gar alternativlos hingegen ist die Musik, die Wolfgang Katschner mit Herzen, Mund und Händen dirigiert: Das Orchester musiziert außerordentlich farbenprächtig und facettenreich, es kann ebenso übermütig aufstampfen wie verschwörerisch flüstern. Das erzählerische Zentrum des dritten Aktes aber verwandelt sich unter seiner Fürsorge und dank Kobie van Rensburgs Begabung in ein Lehrstück menschlicher Selbsterkenntnis durch die Musik. Bravo! Mitteldeutsche Zeitung 19. Februar 2007 Tänzerisch bewegt und stilistisch souverän Dass die vielen musikalischen Fäden des Abend weitgehend zusammenliefen, dafür sorgte Wolfgang Katschner. Energisch und doch Platz lassend für phantasievolle Improvisationen hielt er die Zügel der Aufführung fest in der Hand. Das hauptsächlich aus Musikern seiner LAUTTEN COMPAGNEY rekrutierte Ensemble spielt einen grundsoliden Monteverdi, durchgängig tänzerisch bewegt, stilistisch souverän und nah am Notentext. In angemessener, und keineswegs sparsamer Besetzung mit historischen Instrumenten ... Das Premierenpublikum war begeistert! MDR Figaro Frühkritik 19. Februar 2007 CD "Giacomo Carissimi" Oratorien Fein zisilierte Linien aus mächtigen Akkorden Überhaupt gelingt es der LAUTTEN COMPAGNEY, kunstvolle Übergänge zwischen den einzelnen Nummern zu erzeugen; fein ziselierte Geigenlinien wachsen aus mächtigen Akkorden heraus und spinnen sich alleine fort, als Vorspiel eines Rezitativs - ein Effekt, der öfter zu hören ist und die blockartige Kompositionsweise Carissimis etwas abmildert. CONCERTO Dezember 2006 / Januar 2007 CD "Il Pianto d'Orfeo" Ein Orfeo-Pasticcio Faszinierende Vielfalt und Vitalität Die sprühende Lebendigkeit dieses Pasticcios liegt gewiss vor allem an den herausragenden Musikern: Kobie van Rensburg zeigt, dass man den Gesangsstil Caccinis und Monteverdis mit Recht als den Beginn des Belcanto bezeichnet. Sein feiner, beweglicher Gesang ist nie zu dünn oder ohne Kern. Ein wunderbar ausbalancierter Grat zwischen perfektem Legatogesang und den perlenden Koloraturen. Die Begleitung durch ein Gambenconsort, in diesem Fall die LAUTTEN COMPAGNEY unter der Leitung von Wolfgang Katschner, steht im Einklang mit der Auffassung, dass Orpheus' Leier ein der Lira da bracchio ähnliches Saiteninstrument war. Zu den Saiteninstrumenten treten ein Tasteninstrument, zwei Zinken und eine Sammlung verschiedener Perkussionsinstrumente, was den Farbreichtum des Ensembles ungemein erhöht. Durch die fantasievolle und facettenreiche Ausführung der Basso-Continuo-Partien bekommt die Musik eine faszinierende Vielfalt und Vitalität ... klassik.com 15. Januar 2007 CD "Mia Vita, Mio Bene" Arien und Kantaten Versierte Raritätensammler ... Fürst Günther I. im thüringischen Sondershausen und Herzog Anton Ulrich in Meiningen ... Für ihre Hofmusik griffen sie besonders auf italienische Kantaten und Opernarien zurück, in denen das antike Arkadien mit all den Liebessäuseleien und -schmerzen wachgeküsst wurde. Und dies von damals prominenten Komponisten wie Francesco Gasparini, Attilio Ariosti und den Bononcini-Brüdern. Der Großteil ihrer Werke schlummerte aber tatsächlich bis heute unentdeckt in den örtlichen Bibliotheken. Weshalb die LAUTTEN COMPAGNEY mit ihrer Einspielung zumindest ihren Ruf als versierter Raritätensammler und -jäger bestätigen kann. Rondo 12. Januar 2007 Adventskonzert Edle Auslese ... Entsprechend feinfühlig wurde musiziert: leicht, hell und geschmeidig, mit tänzerischer Verve, tonlicher Rundung und artikulatorischer Eloquenz, engagiert und dialogfreudig, aber doch stets sehr entspannt. Und weil im allerkleinsten Rahmen aufgespielt wurde, konnte man mühelos jeden einzelnen Musiker unter die Hörlupe nehmen. Beispielsweise die Ensemblegründer Wolfgang Katschner und Hans-Werner Apel, die die Continuogruppe auf der Theorbe und der Barockgitarre höchst agil anführten ... Hannoversche Allgemeine Zeitung 19. Dezember 2006 Lesung und KonzertAdvent in der Frankfurter Dreikönigskirche Mit keiner anderen Musik lässt sich deutsche Weihnachts-Innigkeit besser beschwören als mit sanften Flöten und besinnlichen Lautenakkorden. Eines der führenden Ensembles der Gattung ist die "Berliner Lautten Compagney". Zur festlichen Barockmusik las der Schauspieler Otto Sander mit seiner unverwechselbaren Stimme Geschichten von Rilke, Kästner, Morgenstern und anderen Autoren. hr2 sendete einen Mitschnitt des Konzerts am Nachmittag des Heiligabend "David" Oratorium von Francesco Conti beim Festival Güldener Herbst 2006 Sachverwalter der neuen Alten Musik David erwies sich als eine Komposition von sinnlicher Eindringlichkeit und handwerklicher Brillanz. Wie sein fast gleichaltriger Kollege Händel fasste Händel das Oratorium dramatisch auf und schob so die geistliche Erbauung eigentlich in den Hintergrund. Es dominiert ein weltliches Spiel um Machtbedrohung und Machterhalt. Ein Kunstbild, an dem sich auch die Gegenwart misst. Die renommierte LAUTTEN COMPAGNEY machte sich hochengagiert zum Sachverwalter der neuen Alten Musik. Das vibrationslose Violinenspiel und das „sempre non-legato” mit seinen pointierten Abrissen erzeugte eine unromantische Verschärfung des Dramatischen wie auch eine durchhörbare Plastizität des Klangs. Thüringer Allgemeine nbsp; nbsp;2. Oktober 2006 Musik, die mit barocken Elementen spielt und gleichzeitig weit in die Zukunft weist Die Handlung ist kurz, doch weil der Librettist Apostolo Zeno die Charaktere stark psychologisiert gezeichnet und Konflikte herausgearbeitet hat, trägt das den dreistündigen Aufführungs-Marathon. (Contis „David”) ist weder Bach oder Händel, noch Mozart. Irgendwo dazwischen lässt sich die Musik verorten, die mit barocken Elementen spielt und gleichzeitig weit in die Zukunft weist. Die Ausgrabung aus der Meininger Anton-Ulrich-Sammlung ist eine Entdeckung, die nun im musikalischen Gedächtnis bleiben sollte. Meininger Tageblatt 2. Oktober 2006 Konzerte in der Gymnasialkirche von Meppen und in der Klostewrkirche von Lamspringe Niedersächsische Musiktage 2006 Dolce mio ben mit Deborah York Das Ensemble LAUTTEN COMPAGNEY belegte in eindrucksvoller Weise seine musikalische Sonderklasse, zumal mit Deborah York eine Ausnahmesopranistin verpflichtet werden konnte, die über perfektes Stimmvolumen und höchst sensible Musikalität verfügt. Das Programm bot eine geschickte Auswahl von instrumentalen und vokalen Werken italienischer Komponisten, die um das 17. Jahrhundert entstanden... Die Musik lebte vom melodischen Glanz der großartig besetzten Violinen und Violen, die von einem reichen, teils eigenständig musizierenden Continuo begleiztet wurden. Meppener Tageblatt 9. September 2006 In den gefühlvollen Arien italienischer Komponisten drückte Deborah York Liebe, Trauer und Verzweiflung aus. Auch in den vielen Instrumentalwerken zeigten gelang es dem Ensemble die Zuhörer in die Barockzeit zu entführen. Der Abend wurde vom NDR mitgeschnitten und ist so am 7. Januar in der Sendung "Konzert" noch einmal zu erleben. Alfelder Zeitung 11. September 2006 Deborah York bot eine ganze Kette kleiner musikalischer Perlen. Die Sängerin wurde mit ihrem kristallklarem Timbre dem Ideal der Barockmusik voll gerecht. Vor allem, weil sie nicht nur alle Verzierungen und Verschlingungen perfekt nahm, sondern immer die Gefühlslage der jeweiligen Figur erlebbar machte - mal leicht und lebendig, mal leidenschaftlich oder melancholisch. Begleitet wurde sie von den Damen und Herren der LAUTTEN COMPAGNEY, einem renommierten deutschen Ensemble der Alten Musik. Sie waren äußerst einfühlsame und die Strukturen der Musik immer durchsichtig hervortreten lassende Partner - und musikalische Solsiten. Hildesheimer Allgemeine Zeitung 12. September 2006 Kammerkonzert des Rheingau Musik Festivals im Dormitorium von Kloster Eberbach ![]() Stilsichere amouröse Bekenntnisse Maite Beaumont sang diese Beispiele amouröser Bekenntnisse mit einer in allen Lagen ausgeglichenen Stimme, hellem, klarem Timbre, ungemein stilsicher in schöner, ebenmäßiger Linie, perfekt in der Bewältigung der schwierigsten Koloraturen, exzellent auch im Improvisieren... Die LAUTTEN COMPAGNEY begleitete dezent und mit delikatem Klang, ein Sonderlob der ausgezeichneten und solistisch stark strapazierten Primgeigerin. Auch mit drei in federnder Leichtigkeit interpretierten Balletteinlagen zu Opern des 18. Jahrhunderts und einer Passacaglia von Nicola Matteis der Jüngere erwiesen sich die Instrumentalisten als ein Ensemble der Sonderklasse. Wiesbadener Kurier 16. August 2006/FONT> Aufhellung im August Ganz Gefühl, Üppigkeit und Verfeinerung ist dazu die Stimme von Maite Beaumont, unangestrengt wie die achtköpfige LAUTTEN COMPAGNEY, die sie in eine gut kontrollierte Fülle des Wohllauts hüllen. Ebenso entfachen die Musiker schiere Zornesstürme, nie aber verlieren sie die Delikatesse. Weil das Publikum links und rechts der Bühne einander gegenübersitzt, sieht man Menschen töricht lächeln vor Glück. Unsere Sehnsüchte nach Leidenschaft und Frohsinn überspringen die Jahrhunderte. Die CD am Stand fand reißenden Absatz. Frankfurter Rundschau 17. August 2006 Barock hat Konjunktur - gute Interpreten, gute DramaturgieWährend der als Quadratur des Quartetts auftretende Chor hier stilsicher die Imitation des alten Stils präsentierte, ließ Katschner in den Streichern das vom Götterfunken entzündete Feuer des Neuen aufflackern. Und auch im knappen Bekenntnis Sancta Maria, mater Dei" sowie im breit aufgefächerten Regina coeli" ließ sich die Meisterschaft erkennen, mit der Mozart einzelne Stimmen zum gebündelten Strahlen bringen konnte. Dass Katschner und Co. allerdings keinesfalls eine Abwertung der mitteldeutschen Musikerfamilie beabsichtigten, zeigte sich im farbfrisch und kraftvoll musizierten "Laudate pueri" von Johann Christian und in der überraschend fintenreichen Sinfonie F-Dur von Carl Philipp Emanuel Bach... Mitteldeutsche Zeitung 14. Juni 2006 In wachsendem Maße begegnet man in den Konzerten zudem heimischen Interpreten wie dem musikalischen Marathon-Mann Wolfgang Katschner, der mit seiner LAUTTEN COMPAGNEY und drei Solisten des halleschen Opernhauses einen Jungbrunnen in der Aula der Universität freilegte. Die Kantate "Clori, Tirsi e Fileno" geriet den jungen Sängerinnen Andrea Stadel und Melanie Hirsch dort zum perfekten Abschiedsgruß an ihr Publikum und an ihren Lehrer Axel Köhler, der die beiden Stipendiatinnen der Ponto-Stiftung in den zurückliegenden Jahren betreut hat - und der dem jugendlichen Überschwang an Lust und Kraft nun die Reife seiner Erfahrung beimischte. Dass die LAUTTEN COMPAGNEY zudem unbändige Spielfreude entwickelte und eine wahrhaft arkadische Sinnlichkeit verbreitete, ließ das Konzert im zweiten Teil zu einem stetigen Dialog zwischen Musik und Applaus werden - ein echter Höhepunkt am Anfang vom Ende des Festivals. Und sowohl bei der "Musik der Hallischen Hofkapelle" als auch bei der ?Musik aus dem Repertoire der Marktkirche? wurde die Neugier der Besucher durch Erkenntnis und Erbauung belohnt - während sie nach der von der LAUTTEN COMPAGNEY rekonstruierten Singestunde in den Franckeschen Stiftungen sogar Speis und Trank serviert bekamen? Mitteldeutsche Zeitung 19. Juni 2006 Und dass es ein musikalisches Fest wurde, das von aus ganz Deutschland und dem Ausland angereisten Publikum mit frenetischem Beifall honoriert wurde, ist zu allererst das Verdienst der Berliner LAUTTEN COMPAGNEY unter der musikalischen Leitung von Wolfgang Katschner. Wie hier auf historischen Instrumenten Händel musiziert wurde, wie die Instrumentengruppen (vor allem Bläser und Basso Continuo) zusammengeführt wurden, macht die Aufführung zu einem einzigartigen Erlebnis, das eigentlich nur noch durch das internationale Sängerensemble übertroffen wurde. Volksstimme Magdeburg Juni 2006 CD "Il Pianti d'Orfeo” Orfeo-Pasticcio mit dem Tenor Kobie van Rensburg ![]() Subtile und stilvolle Gestaltung Entstanden ist ein reizvolles, farbenreiches musikalisches Mosaik, das sich durch die subtile und stilvolle Gestaltung Kobie van Rensburgs und der Lautten Compagney ohne weiteres mit jenen kunstvollen Formen des Pasticcios vergleichen lassen darf, wie sie unter den Komponisten der Barockzeit gang und gäbe waren. Klassik heute 05. Mai 2006 OPERNWELT-Plattentipp Juni 2006 Musik von Monteverdi, Peri, Caccino, Landi, Charpentier. Kobie van Rensburg (Tenor) Lautten Compagney, Wolfgang Katschner. NCA 3-86562-492-8 (CD); AD: 2004 OPERNWELT 06/06 Mit musikalischer Delikatesse und rhythmisch präziser Nuancierung Thüringische Landeszeitung 27. Mai 2006 Lamenti ohne Gejammer Concerto Juni/Juli 2006 Musikinstrumenten-Museum in Berlin: Alte Musik - live EINE NEUE TAFELMUSIK Die Aufführungen mit der LAUTTEN COMPAGNEY unter Wolfgang Katschner sind immer stark akklamierte Ereignisse. Mit der 4. Suite aus der Tafelmusik von Telemann und Händel trat man in großer Besetzung auf und hatte die schöne Möglichkeit, beide Komponisten unmittelbar vergleichen zu können? In der Sonate g-Moll (Händel) brillierte Geigerin Birgit Schnurpfeil mit ihrem feinsinnigen und temperamentvollen Vortrag. Händels Aria "Torni omai" aus "Tolomeso" für 2 Theorben (Wolfgang Katschner und Hans-Werner Apel), Violine und Violoncello (Ulrike Becker) begeisterte in dieser delikaten Besetzung besonders. Alle Kompositionen wurden von den Musikern mit Verve, geschmackvollen Verzierungen und großer Spielfreude vorgestellt. orpheus 5/6-2006 Musikalische Triptychon "Omnia tempus habent" Werner-Otto-Saal des Konzerthauses Berlin Oscar für Konzertdramturgie Auch Konzerte zu komponieren ist eine Kunst, und gäbe es eine dem Oscar vergleichbare Trophäe für gelungene Programmdramaturgie - sagen wir: den goldenen Otto -, dann wäre das pausenlos durchkomponierte musikalische Triptychon Omnia tempus habent sicher ganz oben auf der Nominierungsliste. Berliner Zeitung 31. 10.2005 CD CHIRPING OF THE NIGHTINGALE
Mr Playfords English Dancing MasterTanzmusik und Ohrenschmaus Herzlich wenig mehr als die reinen Melodiestimmen sind in John Playfords ?English Dancing Master' abgedruckt. Die LAUTTEN COMPAGNEY schlägt daher einen äußerst cleveren Weg ein, verbindet historisch fundierte Aufführungspraxis - anhand von Traktaten jener Zeit - mit minimalistischen Modellen jüngster Zeit. Und es ist diese Kombination aus streng historisch abgesicherter Technik und der großen Freiheit der Improvisation, die der ?Dancing Master' letztlich verlangt (damit die Musik überhaupt erst zum Leben und Tanzen gebracht wird), die sich in einer großen Bonbonniere versammeln und, einmal davon genascht, die Füsse nicht mehr stillhalten lassen. Blockflöten, Violinen, Viola da Gamba, Harfe, Chitaronne, Barockgitarre, Cembalo, Orgel, Theorbe, Kastagnetten, Löffel, Holzblocks, Landsknechtstrommel etc... garantieren ein buntes Klangspektrum. Eventkultur der Jahrhunderte und eine Spielkultur, deren Elan und Dynamik regelrecht ansteckend wirkt. Noch dazu lässt sich die Lautten LAUTTEN COMPAGNEY allerhand Intrikates einfallen: improvisierte Variationsfolgen tradierter Prägung jener Zeit, Melodiekombinationen, Schichtung von Elementen und paralleles Spielen mehrerer Teile eines Stücks und sogar die Einwirkung eines Ground' in einen anderen. Das ist nicht nur Spielerei mit historischen Elementen, das ist weitergedachte Musikgeschichte, ist ein höchst klug durchdachter Blick des 21. Jahrhunderts auf das überkommene Material. Darin liegt, bei aller Buntscheckigkeit des Programms, die wirkliche Bedeutung dieser Einspielung. Eine hervorragend die Schichten der Musik wiedergebende Klangtechnik und ein witzig geschriebenes Booklet runden diese Aufnahme bestens ab. klassik.com 11. März 2006 Diskografie Rhythmisch prononciert, elegant und solistisch delikat interpretieren Katschner & Co diese meist kurzen Werklein auf authentischem Instrumentarium - man spürt der Musici vitale Lust daran und bewundert ihr mehr als handwerkliches Geschick, den Tanzmeister" aus dem Geist seiner Zeit auferstehen zu lassen. Der Barock-Experte Wolfgang Katschner und seine LAUTTEN COMPAGNEY haben einige dieser (Playford-) Schätze gehoben und auf eine CD gebannt, an der man sich schier nicht satthören mag. Sehr volkstümlich geht es da zu, heiter und verblüffend originell - vor allem jedoch: auf herzerfrischende Weise tänzerisch. Thüringische Landeszeitung 18. Juni 2005 Diskografie Carissimi-Oratorien bei den Händel-Festspielen 2005 Gesang aus dem Bauch des Walfischs Was aber wäre solches Wissen ohne die Kunstfertigkeit und Leidenschaft, mit der die Werke in die Gegenwart gehoben werden? Markant ist in Carissimis knappen Oratorien vor allem ihr zielgerichtetes Erzählen, das keine selbstverliebten Ornamente duldet - und nicht nur deshalb überraschend modern wirkt. Die Methode, einen fortlaufenden Text durch verschiedene Stimmen wandern zu lassen, problematisiert zudem die Prinzipien der Überlieferung vom geheimnisvollen Raunen bis zur gewissenhaften Verkündigung - und ist flexibler als die Bindung einer Geschichte an festgelegte Erzähler. Wolfgang Katschner und seine Musiker, die solistischen Aufgaben ausnahms- und mühelos gewachsen sind, betonten diese Qualitäten mit aller Konsequenz. Mitteldeutsche Zeitung 10.06.2005 Die sieben Todsünden / Combattimento di Tancredi e Clorinda Grandios: von Barock bis Brecht Wolfgang Katschner und seine auf historischen Instrumenten musizierende Lautten Compagney Berlin versetzen das atemlos lauschende Publikum mit barocken Endlosschleifen in musikalische Trance... Schade, dass dieses gewagte, großartige Experiment nur an wenigen Abenden wiederholt wird. Märkische Allgemeine 14.02.2005 Über 300 Jahre liegen die Entstehungszeiten beider Werke auseinander. Doch Monteverdis Musik wirkt immer noch frisch. Dies war in Potsdam deutlich zu vernehmen. Il Combattimento di Tancredi e Clorinda" hinterließ in der bejubelten Premiere einen nachhaltigeren Eindruck als das Weill-Werk. Da blieb in der Inszenierung nichts an der Oberfläche. Potsdamer Neueste Nachrichten 14.2.2005 ...die Showeffekte beider Stücke werden mit Verve und Lust an Farbe und Dramatik ausgespielt. Letztlich, so scheinen Katschner und seine Musiker zu behaupten, sind diese Berichte vom Leben und Sterben aus mehr oder weniger fernen Zeiten nichts anderes gut gemachte Unterhaltung - Operninfotainment sozusagen. Der Tagesspiegel 14.2.2005 Mezzomixrausch Wer Hamburgs temperamentvolles Mezzowunder Maite Beaumont in der Kleinen Musikhalle mit den klingenden Kleinodien der Barockmeister Conti, Fedeli, Gasparini, Magini und Sarri hören durfte, schwebte nach zwei affektgeladenen Sternstunden wie auf Wolke Sieben über den Neuschnee. ... Wolfgang Katschner hat nun mit seiner LAUTTEN COMPAGNEY, einem Barockensemble der explosiven wie geschmeidig dynamisierten Akzente und freudigen Verspieltheiten daraus ein Pasticcio vom Feinsten zusammengestellt ... Und Maite Beaumont formte mit tausendundeiner Stimmfarbe eine intime Miniaturoper: Von der hingebungsvollen über die verschmähte Liebe bis zum trotzigen Befreiungsschlag erspürte sie jede expressive Nuance mit reinster Intonation, koloraturgespickter Agilität, Verzierungslust und ungestümer Leidenschaft. Die Welt 21.2.2005 siehe auch: Hamburger Abendblatt 18.2.2005 FONO FORUM 02/05: CD-Empfehlung des Monats Eine besser schmeckende ?Torte? hätte die LAUTTEN COMPAGNEY zu ihrem 20. Geburtstag nicht servieren können ... Maite Beaumont ist die Hauptrolle gleichsam auf den Leib geschrieben. Die junge Mezzosopranistin verfügt über ein beeinruckend breites Ausdrucksspektrum. Jeder Augenblick wird hier ausgelebt, leidenschaftlich, zärtlich, zu Tode betrübt und dann doch wieder mit unbezähmbarer Lust - und das alles voller Intensität und Frische. Glockenrein perlen die stilgerechten Verzierungen, klar und deutlich sind Diktion und Artikulation, empfunden aus dem rhetorischem Gestus der melodischen Empfindung. Doch erst durch die nuancierte Begleitung der acht Instrumentalisten entfalten sich Leuchtkraft und Farbenreichtum zu einem Feuerwerk. Musik, die wie handgeschöpfte Schokolade auf der Zunge zergeht Maite Beaumont, seit anderthalb Jahren Ensemblemitglied der Hamburgischen Staatsoper und vom Publikum besonders als Ruggiero in Händels "Alcina" gefeiert, leiht ihren strahlenden Mezzosopran all diesen wahlweise von der Liebe gebeutelten oder durchglühten Existenzen. Zu den Barockviolinen und den warm vibrierenden Tönen der Theorbe - einer großen, vornehmlich zur Liedbegleitung eingesetzten italienischen Lautenart - singt Maite Beaumont kraftvoll, ohne zu übersteuern, mit tänzerischem Schwung und manchmal mit einem sich als Frömmigkeit maskierenden Begehren. Die Lautten Compagney gibt sich selbst für zwei instrumentale Zwischenmusiken Raum. Auch sie vermögen den Hörer minutenschnell in einen festlichen Rauschzustand zu versetzen. Die Welt 12. Januar 2005 CD DOLCE MIO BEN Exemplarische Leistung Nicht nur in jeder Hinsicht herausragend ist das erste Soloalbum von Maite Beaumont. Die Spanierin legt ein großartiges Debüt vor: ein ungewöhnliches Repertoire - italienische Kantaten und Opernarien um 1700 - in bemerkenswert souveräner Interpretation. Technik und Stilgefühl sindgleichermaßen sicher, die Tongebung von erlesener Qualität. Die Sängerin setzt nicht, wie derzeit noch immer in diesem Repertoire vorherrschend, allein auf geradlinige, vibratoarme Gestaltung, sondern traut sich auch, die Stimme zuweilen frei strömen zu lassen sowie Texte mit emotionalem Leben zu füllen ohne dabei in den großen Operngestus auszubrechen. Das verleiht der Aufnahme eine ansprechende, direkte Lebendigkeit Der sehr überzeugende Gesamteindruck wird entscheidend mitgeprägt von der exemplarischen Leistung der LAUTTEN COMPAGNEY unter der Leitung von Wolfgang Katschner, der das vor zwanzig Jahren gegründete, inzwischen äußerst renommierte Berliner Ensemble zu fassettenreichem und nicht selten furiosem Spiel animiert. Das Opernglas 02/2005 Barocke Nachtigall singt ein Ständchen Jubiläumskonzertin Halle - 20-jähriges Bestehen wird gefeiert Mitteldeutsche Zeitung 3.12.2004 Das Orchester - ein Wunder The small orchestra, conducted by Wolfgang Katschner, is a wonder of discipline and varied textures, understating the drama but astonishingly delicate and beautiful in the intimate moments. The Times 08.09.2004 Ritterschlag in London Lauchstädter Händel-Tournee fand umjubelten Abschlussbr>
Es ist wahrlich ein besonderer "Teseo", der hier seinen mutmaßlichen Abschied von der Bühne feiert. Nach der Lauchstädter Premiere sowie nach 23 Vorstellungen von Bayreuth bis Potsdam ist die ursprünglich von Jörg Waschinski gesungene Titelpartie inzwischen mit dem polnischen Sopranisten Jacek Laszczkowski besetzt. Das ist ein wahrer Teufelskerl... Auf der Bühne freilich findet er harte Konkurrenz: Die hochdramatische israelische Sopranistin Sharon Rostorf-Zamir oder die hinreißend jugendliche Miriam Meyer, den kraftvollen Altisten Thomas Diestler oder seinen komödiantischen Dienstherrn Johnny Maldonado. Und ergänzt wird dieses hoch gestimmte Quintett um die düstere Medea der Cecile van de Sant sowie um deren Hofstaat, in dem Studenten der Martin-Luther-Universität stimmstark auch den siegreichen Feldherrn bejubeln.So präsentieren sie sich ihrem Publikum in der britischen Hauptstadt, das sich nach kurzer Irritation begeistert auf Axel Köhlers ironisch-intelligente Regie einlässt - und schließlich auch das hoch dramatische, sensible Spiel der Lautten Compagney bejubelt. Das Orchester um Wolfgang Katschner besteht seine Feuertaufe in der Metropole der historischen Aufführungspraxis mühelos, was in Ruf-Weite der Royal Albert Hall als Ritterschlag gewertet werden darf. Auf solches Sponsoring wird das Ensemble wohl auch im kommenden Jahr hoffen dürfen, wenn es zu einer bereits verabredeten Wiederholung der Reise nach Bury St. Edmunds aufbricht. Dort hatte schon die diesjährige Tournee begonnen, dort will man dann die neue Produktion Amadigi zeigen - und so auch die gemeinsame Mitgliedschaft in der Europäischen Vereinigung der historischen Theater mit Sinn füllen. Mitteldeutsche Zeitung 14.09.2004 Das Royal College of Music, Aufführungsort des "Teseo" aus Halle Phantastic!", "Absolutely splendid!" "Teseo" war Händels zweite Oper, die er für und in London komponierte, frei nach der Dramen-Vorlage Racines, fünfaktig angelegt, musikalisch außerordentlich originell, ein Paradestück für sechs Sänger und ein Fest barocker Theatermaschinerie. Die barocke Zauberoper wurde am Londoner Haymarket Theatre ein grandioser Erfolg. Ein Erfolgsstück wurde sie auch für das kleine, aber feine Goethe-Theater Bad Lauchstädt, das die Oper im vergangenen Jahr zur Eröffnung der Händel-Festspiele produzierte, als Koproduktion mit den Festwochen Herrenhausen und dem Festival Bayreuther Barock. Man hat die Oper bereits mehrfach an anderen Orten gezeigt. Nun ist man mit ihr sogar nach England gereist. ...Und wenn man mit einem Stück, was ja auch in London uraufgeführt wurde, dann letztlich an diesen Platz kommt, dann ist das schon was Besonderes!? Zurecht ist Wolfgang Katschner, Chef der Lauten Compagney Berlin stolz auf dieses Gastspiel, denn erstens ist die musikalische Leistung seiner Truppe gerade in dieser Produktion fabelhaft, zweitens ist dies das erste Mal, daß ein mitteldeutsches Theater nach der Wende eine komplette Händel-Opern-Produktion nach England bringt und drittens kommt dieser Tournee geradezu Modellcharakter zu, denn man gibt nicht nur zwei Gastspiele in London, im schönen, modernen Britten-Theater der Royal Academy of Music, sondern auch zwei in einem zauberhaften historischen Theater, das nur wenige jünger ist als das Goethe -Theater Bad Lauchstädt, in der Kleinstadt Bury St. Edmunds nämlich, in Suffolk, etwa anderthalb Stunden nordöstlich von London. Das Gastspiel des Goethe-Theaters Bad Lauchstädt mit der Lauten Compagney Berlin, mit einem internationalem Solisten-Ensemble, einer vielgelobten, schlichten und doch barocken Inszenierung Axel Köhlers ist nicht nur der Auftakt eines vielleicht ständigen künftigen Austauschs von Produktionen historischer Theater in Europa, es ist auch zu einer Vorzeigeproduktion des Landes Sachsen-Anhalt in der englischen Metropole gekürt worden. Und das Publikum in Bury St. Edmunds, aber auch in London war begeistert und dankbar für diese hochkarätige Händel-Aufführung aus Bad Lauchstädt. Stimmen aus dem Zuschauerraum: "Fabulous, it really was very good, one of best things we have heard in Bury, I must say!", "That was a feast of wonderful singing, absolutely marvellous?", "Phantastic!", "Absolutely splendid!" - Ein voller Erfolg also für Bad Lauchstädt und dieses Händel-Gastsspiel in England. Und man denkt schon an ein neues Projekt ebendort im nächsten Jahr. aus: MDR-Figaro am Morgen 16.09.2004 Teseo Premiere zu den Händel-Festspielen 2003 Die musikalische Behandlung des Werkes entspricht diesem dramaturgischen Verständnis im besten Sinne: Wolfgang Katschner und seine LAUTTEN COMPAGNEY sind ihrerseits perfekte Mechaniker der Gefühle, die das Innenleben ihrer Geschöpfe hörbar machen und die Handlungen im Human-Maschinenpark klangvoll motivieren. Dabei kommt dem Dirigenten nicht nur die reiche Erfahrung mit dem barocken Opernmaterial, sondern als solistischer Begleiter auch seine Virtuosität als Lautenist zugute. Mitteldeutsche Zeitung 09. Juni 2003 Ein ideales Sängerensemble und die beglückend musizierende LAUTTEN COMPAGNEY Berlin unter Wolfgang Katschner versetzten die Premierenbesucher in einhellige Begeisterung. ...faszinierte das ausgewogene Verhältnis der Stimmen untereinander und das Zusammenwirken mit dem Orchester. Das verband sich mit Axel Köhlers überlegener Regie, die sich augenzwinkernd der barocken "Geberden-Kunst" bedient. Leipziger Volkszeitung 10. Juni 2003 ...mit viel Gespür für sängerischen Glanz und ohne modernistische Mätzchen inszeniert. Die LAUTTEN COMPAGNEY Berlin unter Wolfgang Katschner gab starke orchestrale Konturen, kräftige Effekte, illustrierende Bläser-Feinheiten... Main Echo 11. Juni 2003 Was es zu sehen und zu hören gab, war weit entfernt von historischem Trockenlaub. Im Gegenteil, zwei Komponenten führten zum lustvollen Sieg über eine verzopfte Story aus dem Mythenkreis von Theseus und Medea: die musikalische Einrichtung und Leitung von Wolfgang Katschner wie die in allen Belangen stimmigen Regie Axel Köhlers. Die LAUTTEN COMPAGNEY sorgten auf ihren historischen Instrumenten für ein entsprechend flottes Temperament und, wo notwendig, für ein facettenreiches Flair an klanglichen Nuancen. Und auf den immer noch langen Rezitativstrecken gaben sie mit ihren fantasievollen Ausführungen des Basso Continuo in apart wechselnder Begleitungdurch Cello, Laute oder Theorbe den Sängern sicheren Halt. Das Opernglas 10/2003
Fotos: Jens SchlüterTESEO im Schlosstheater des Neuen Palais Potsdam Sanssouci Der mitreißende Zauber des "Teseo" rührt nämlich vor allem vom extrovertierten Instrumentalsound und von schier unerschöpflichen melodischen Phantasien die Funken fliegen - aus dem Graben - wo Wolfgang Katschner die LAUTTEN COMPAGNEY als formidable Barock'n Roll Band führt. Märkische Allgemeine 4. November 2003 TESEO um Bayreuther Barock Ach, wenn diese "Addio!" immerso klingen würde! So schwermütig und sehnsüchtig... Nicht genug zu loben ist der Zauberton der wunderbar expressiv aufspielenden LAUTTEN COMPAGNEY unter Wolfgang Katschner, der auch die Laute, emphatisch und sensibel, in der wundersamen Solonummer zupfte. Nicht nur die brillante Continuo-Gruppe und die viel beschäftigten Oboen verdienen einen Sonderapplaus. Nordbayerischer Kurier 22. September 2003 Weitere "Teseo"- Kritiken MY PERSONAL HANDEL COLLECTION Lynne Dawson singt Händel-Arien A delightful showcase for the lovely voice of a justy celebrated Handel soprano Lynne Dawson proclaims her distinction as a Handel singer - if anyone doubted it - in the opening moments of this CD: Alcina's aria, where her full, warm and intensely musical voice floates over the orchestra so appealingly. She has the grand manner necessary for this piece but also the delicacy of nuance to make the music say much more than the mere notes indicate. it is a pity that the small orchestra lacks a cello when one of Handel's rare cello obbligato arias is included - the aria from Arianna, sung with pastoral charm, is done with viola da gamba instead. These are trivial flaws, however, in a CD that happily ensbrines the art and the lovely voice of one of the finest Handel sopranos around today. GRAMMOPHONE June 2003 HändelsHercules im Schlosstheater Potsdam Sanssouci Ein Pantoffelheldenleben ...Stimmiger zeigte sich die musikalische Gestaltung dieses begeistert aufgenommenen Premierenabends. Andreas Spering und die glänzend aufgelegte Lautten Compagney Berlin langten für einige der packendsten Ideen Händels kräftig in den Farbtopf, geizten auf den alten Instrumenten nicht mit Effekten und begleiteten gerade die rezitativischen Szenen mit einem vielfältig instrumentierten Continuo, wie er überraschender kaum vorstellbar ist. Märkische Allgemeine 14. April 2003 The Beggar's Opera beim Kurt-Weill-Festival 2003 in Dessau LAUTTEN COMPAGNEY musizierte Beggar's Opera Mit der LAUTTEN COMPAGNEY hatter er (Festivalchef Clemens Birnbaum) ein Ensemble eingeladen, das nicht nur zwischen Halle und Magdeburg zu den gern gesehenen Barock-Interpreten zählt. Durch die Wahl des Programms verankerte er das Dessauer Fest zudem tief im intellektuellen Nährboden der Musikgeschichte - und lieferte einen ironischen Beitrag zum alten Streit zwischen E- und U-Sparte. In Babette Hesses Rahmenhandlung für die Ausschnitte aus der Beggar's Opera, die bekanntlich das Vorbild für die populärste Kooperation der Herren Brecht und Weill lieferte, wurden die Erfolgsautoren Gay und Pepusch nämlich gegen einen berühmten Zeitgenossen ausgespielt. Der fiktive Briefwechsel, in dem sich das junge Londoner Paar Miranda und Perceval über die Theatersaison des Jahres 1728 austauschte, stellte den Erfolg der Bettleroper gegen Georg Friedrich Händels damals unglücklichere Opernunternehmungen. Der fulminante Erfolg hatte die Matinee in der Anhaltinischen Gemäldegalerie vor allem zwei jungen Solisten zu verdanken, die den Affekt der Arie wie den direkten Ton der Parodie beherrschten. Constanze Backes und Matthias Vieweg spielten als Sänger wie als Sprecher so gekonnt auf der Tastatur der Gefühle, das selbst ihre virtuosen Begleiter an den historischen Saiteninstrumenten gelegentlich mit dem Gelächter kämpften. Der anfangs galante, dann zunehmend frivole Ton, mit dem hier das Theater-Abenteuer auf das Leben der besseren Gesellschaft abfärbte, war ein Parade-Beispiel für kunstvoll erzählte Kulturgeschichte ... Mitteldeutsche Zeitung 4. März 2003 La Diavolessa im Potsdamer Schlosstheater Es lohnt sich, nach Schätzen zu graben! Es lohnt sich, nach Schätzen zu graben! Vorausgesetzt, man hat eine gute Spürnase wie die Dramaturgen des Potsdamer Hans Otto The aters, die Baldassare Galuppis spritzig-leichtfüßige Komische Oper «La Diavolessa» entdeckten. Die Potsdamer Aufführung glänzt auf der ganzen Linie. Wolfgang Katschner führt die Berliner Lautten Compagney stilsicher und präzise durch die Partitur ... Berliner Morgenpost 23. Oktober 2002 "La Diavolessa" Konzert der LAUTTEN COMPAGNEY und der Capella Angelica mit Projektionen von Lillevän (S), Rachel de Boer (NL) und Veit-Lup (D) Passionsmusik und Videokunst - Dietrich Buxtehude "Membra Jesu Nostri" Jetzt ist auch die grandiose Baustelle von Stülers Neuem Museum auf der Museumsinsel für die Musik erschlossen worden. Bis zum Wellblech der kirchenschiffhohen Decke staffeln sich die Baugerüste wie eine Installation? Vorn hat man eine Leinwand aufgehängt und Videobilder ziehen über sie hin, darunter sitzt ein Ensemble aus Sängern und Instrumentalisten. Sowohl die Bewegung der Bilder als auch die der Klänge mündet in enge Kreise, bohrt sich in die Betrachtung. So durchdrangen, widersprachen und berührten sich die Kategorien des Fliehenden und des Beharrenden. Berliner Zeitung 22. März 2002 "Songs of an English Cavalier" Zelebrierte Melancholie Die Kompositionen von John Dowland, Tobias Hume, Thomas Campion, Henry Lawes, John Blow und Henry Purcell sind berührende Meisterwerke sowohl in ihrer unendlichen Melancholie, in ihrer blumigen Poesie wie in ihrer erstaunlichen Derbheit. Der südafrikanische Sänger Kobie van Rensburg läßt sie recht lebendig werden und macht sie zum Ohrenschmaus. Seine klare, unangestrengt fließende Stimme moduliert Hingabe, Frust und Ohnmacht. Aber er kann auch anders, wenn Streicher und Cembalo ihre illustrierende Zurückhaltung verlieren und ihm zu trotzigen Kampfansagen verhelfen - an die untreue Geliebte, an die Heuchlerin wie an die alternde Schönheit. Hinter Blumen aus kunstvollen Noten und Worten äußern sich beleidigte Absage und verletzter Stolz. Sauberes, facettenreiches und expressives Spiel der Musiker mit den alten Instrumenten ließ eintauchen in eine Musik, die nicht geläufig ist und entdeckt werden will. orpheus 2/2002 |
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