Musiktheater
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Koproduktion 2007 - Aufführungen in historischen Theatern Europas

Unterstützt durch   

King Arthur
Semi Opera mit einem Text von John Dryden und Musik von Henry Purcell
In englischer Sprache mit deutschen Übertiteln

  
Inszenierung
Musikalische Leitung
Ausstattung
Colin Blumenau
Wolfgang Katschner
Kit Surrey
United Kingdom
Deutschland
United Kingdom
  
Barockorchester der LAUTTEN COMPAGNEY Berlin   - auf historischen Instrumenten -
Vokalsolisten der Capella Angelica
  

Das Werk
King Arthur, auch "The British Worthy" (Die Würde der Briten) genannt, entstand nach einem fünf Akte umfassenden Libretto von John Dryden mit der Musik von Henry Purcell und wurde im Frühsommer 1691 am Queen's Theatre, Dorset Garden, in London uraufgeführt. Die Handlung basiert auf König Arthurs Schlachten zwischen den Sachsen und den Briten und rankt sich um Arthurs Versuche seine Verlobte, die blinde Prinzessin Emmeline von Cornwall, zu retten, die von seinem Erzfeind, dem Sachsenkönig Oswald, entführt wurde. King Arthur ist eine Semi-Oper, in der Schauspiel und Oper eine perfekte Synthese eingehen. Dryden und Purcell schufen im wahrsten Sinne des Wortes ein Gesamtkunstwerk, in dem beide Genres großartige Theatereffekte entstehen lassen.

Gerade auf dieses typisch englische Werk fiel die Wahl, um nach einer Umbau- phase von anderthalb Jahren die Wiedereröffnung eines der elegantesten, außergewöhnlichsten und modernsten Theater aus dem Jahre 1819, des Theatre Royal Bury St Edmunds, zu feiern. Das Haus ist eines von drei noch erhaltenen Theatern aus dem vorviktorianischen England.

In King Arthur hat Dryden John Lockes Erkenntnistheorie als Ausgangspunkt genutzt, um die Geschichte in betörend schöne Poesie umzusetzen. Dramatiker und Komponist stoßen ihren königlichen Helden und Krieger King Arthur ahnungslos wie einen Ausflügler ins Blaue, in den Strudel der Ereignisse hinein. Den perfiden Verlockungen eines Zauberwaldes ausgesetzt, wird Arthurs Handeln zum Prüfstein seiner Lern- und Erkenntnisfähigkeit.

Wie in der Zauberflöte endet auch diese Oper mit dem Sieg der Erkenntnis über den Aberglauben. Arthur, der um Erkenntnis ringende Held, besiegt den triebhaft handelnden Oswald. Auf seinem Weg zur Erkenntnis gewinnt Arthur Emmeline, so wie Tamino Pamina in der Zauberflöte. In King Arthur erweist sich die blinde Emmeline, in ihrem Abscheu vor den männlichen Eigenschaften des sich Bekriegens und des Abschlachtens als sehender als Arthur der, obwohl nicht blind, einen viel schwierigeren Erkenntnisprozess durchlaufen muss.

Uraufführung: Queen's Theatre, Dorset Garden, London, 1691

Paolo Uccello
Saint George and the Dragon
1455-60. Tempera on canvas. 56,5 x 74 cm
National Gallery, London
- with the permission of the National Gallery -

  

  

  

KRITIK

  
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