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Kritik
Wunderbarer Abend
...Nicht weniger Wirkung erzielt der Bariton Tobias Müller als vom Frost fast erstarrter Cold Genius mit seinem "What power art thou", das von der LAUTTEN COMPAGNEY unter Wolfgang Katschner mit klirrenden Akkorden untermalt wird. Die Vokalsolisten der Capella Angelica malen das Frösteln und Zittern der Menschen sehr plastisch aus.
...ein Fest von Chören und Tänzen - vom Orchester rhythmisch prägnant und farbig ausgebreitet - beschließt den wunderbaren Abend.
orpheus 09/10 2007
Glücklich rekonstruiert
Mehr braucht es eigentlich nicht, um den Musikfreund glücklich zu machen: die glasklare Linie eines Gesangs, die sich meisterhaft in einen Chor steigert, in dem nichts weiter als die Freuden der Liebe besungen werden. Die LAUTTEN COMPAGNEY
spielt Purcells Musik auf deliziöseste Weise, mit Nuancen der Instrumentation; man hört nur auf die Taille, diese seltene, dem Bratschenklang verschwisterte Oboe, auf die vielfach gefächerten Streichinstrumente oder auf die Schlaginstrumente, die das Wort von der "Alten Musik" Lügen strafen. Man nehme die
akustisch-harmonischen Abstufungen, die Dynamik wahr. Es darf nicht vergessen werden, dass Purcell keine Partitur hinterlassen hat, so dass diese Ohren schmeichelnde, abwechlungsreiche Aufführung ein Produkt der Rekonstruktion durch den Dirigenten Wolfgang Katschner ist...
Nordbayerischer Kurier 17. September 2007
Verzaubert
Mit den Vokalsolisten der Capella Angelica ist die Welt der Nymphen, Geister und Priesterinnen wunderbar besetzt... Feinfühlig beweist die LAUTTEN COMPAGNEY ihr Gespür für den Klang und die Musik des 17. Jahrhunderts. So hat die Semi-Opera "King Arthur" das Publikum des Markgräflichen Opernhauses verzaubert und für wenige Stunden in eine fantastische, magische Welt entführt.
Frankenpost 17. September 2007
Mitreißend
Höchst kompetent, zuweilen mitreißend und sehr aufmerksam begleitete die Berliner LAUTTEN COMPAGNEY das Geschehen.
Rhythmisches Klatschen im Galeriegebäude: nach der Aufführung konnte man sich bei einem Popkonzert wähnen statt bei Herrenhaus-Barock.
Neue Presse Hannover 09 Juli 2007
Eitel Traum
Hoch zu loben ist schließlich die famose LAUTTEN COMPAGNEY, die es unter Leitung von von Wolfgang Katschner tatsächlich schaffte, trotz tropischer Hitze und der sich sukzessive erhöhenden Luftfeuchtigkeit in dem ausverkauften Theaterchen weitgehend reine Stimmung zu halten auf ihren historischen Instrumenten. Dass sie mit Brio spielten, versteht sich. Auch, dass die satt-schnarrenden Streicher, die süßen Flöten und schneidenden Oboen die schönsten Idyllen ausmalten und das Sommernachts-Grauen der Historie immer wieder in eitel Traum verwandelten.
Frankfurter Allgemeine
12.06.2007
Musik in schönsten Farben
...die Semi-Oper ist eine sehr englische Erfindung, die Schauspiel, Dichtung und Musik in charakteristischer Weise verbindet. Die auf Gesang fixierte italienische Barockoper konnte auf der Insel erst mit Händel Fuß fassen, zu Purcells Zeiten wurden die handlungstreibenden Dialoge noch gesprochen, nicht gesungen. Ein Zwitterwesen aus Oper und Schauspiel ist somit die Semi-Oper, und der sehr angelsächsisch agierenden 16-köpfigen Capella Angelica ist bei der Premiere deutlich anzumerken, wie lustvoll sie damit umzugehen weiß.
Sie erweist sich dabei durchweg als an Shakespeare geschultes, lustvoll agierendes Ensemble voller Freude
am Burlesken, am Übertriebenen und Zugespitzten. Und die Berliner LAUTTEN COMPAGNEY unter der Leitung
von Wolfgang Katschner steuert Musik in schönsten Farben bei. Wenngleich Regisseur Colin Blumenau sicher
recht hat, wenn er im Programmheft anmerkt, dass so ein Werk auch gut eine opulente Inszenierung mit großen
Tanzensembles und spektakulären Bühneneffekten vertragen kÜnnte.
Märkische Allgemeine
11.06.2007
Purcell auf höchstem Niveau
Das Ganze ist natürlich handfeste politische Propaganda, wenn der gut christliche König
Arthur über den Heiden Oswald siegt; aber es ist auch ein Stück Volkstheater voller magischer Effekte, drolliger
Pantomimen und erotischer Andeutungen. Colin Blumenau hat die kuriose Mischung aufs Anmutigste umgesetzt und das mit ganz einfachen Mitteln...
Herrlich!
Ohne Wenn und Aber ist die Musik zugleich Lebensnerv und Ohrenschmaus. Unter der Leitung von Wolfgang Katschner bieten die Lautten Compagney und die Capella Angelica barocke Zierde und Dramatik pur. Keine seelische Regung der Protagonisten, die nicht ihre Entsprechung im Accompagnato fände, keine noch so mystische oder reale Handlung ohne Tongirlanden aus dem Orchestergraben. Herrlich.
Leipziger Volkszeitung 05. Juni 2007
Sprühende Musizierlust
Standing Ovations sind bei den Bad Lauchstädter Premieren der LAUTTEN COMPAGNEY mittlerweile obligatorisch. Und das zu Recht. Dirigent Wolfgang Katschner stachelt seine Musici stets zu sprühender Musizierlust auf; das rhythmisch pointierte, extrem durchhörbare Klangbild dieses Spezialensembles gehört zum Exquisitesten, das man hierzulande im Barockfach zu hören bekommt. Dafür reisen Kenner sogar weit.
Zumal Purcells "King Arthur", eine Semi-Opera mit fast hälftigem Schauspiel-Anteil, äußerst selten auf der Bühne zu erleben ist. Der Text von John Dryden besitzt hohes Niveau und wird in Lauchstädt in vorzüglicher Verständlichkeit von Muttersprachlern exerziert. Die Inszenierung von Colin Blumenau orientiert sich bei notwendiger Stilisierung an barocker Praxis und setzt einen Rahmen aus Moriskentänzen. Wohl hätte Blumenau selbst sich insbesondere für die Zauberkräfte Merlins und Osmonds größere - und teurere - Ausstattungs-Potenz ersehnt. Aber gerade in dieser reduzierten und auf das schlichte Bühnenzimmer konzentrierten Façon kommen die Musik und die Musikalität der Sprache wunderbar zur Geltung.
Denn die Gesangssolisten - Mitglieder der Katschners Truppe zugehörigen, kleinen Capella Angelica - entfalteten umso mehr ihren Zauber. Nicki Kennedy gibt einen herrlich schwebend, ätherisch leichten Luftgeist Philidel, Matthias Vieweg einen klaren, sehr nuanciert beweglichen Aeolus und Tye Maurice Thomas einen sonoren Sachsenkönig Oswald.
Thüringische Landeszeitung 04. Juni 2007
Hool Britannia!
Henry Purcells "King Arthur" ist so unverkennbar britisch wie Lamm mit Minzsauce oder Tee mit Milch - am Anfang etwas gewöhnungsbedürftig, aber von sehr markantem Geschmack.
... eine allegorische Materialschlacht, in der man nach mentaler Mitte suchen muss.
Die findet sich in Purcells frappierend vielfarbiger, oft erschütternd moderner Musik sowie in einem Menschenkind. Emmeline... Laura Cameron spielt diese junge Frau mit einem entwaffnend ziellosen Lächeln, für das jeder Mann in den Kampf ziehen würde.
Um sie kreist der Kosmos aus Sängern und Schauspielern... Unfair wäre es, aus der Fülle der kongenialen Interpreten Einzelne hervorzuheben... auch Stefanie Wüst als strahlende Britannia, Gesine Nowakowski sowie Matthias Vieweg als Urbild aller Liebespaare, Alexandra Lachmann... verdienen sich Lob.
Und, ach!, die LAUTTEN COMPAGNEY! Unter Leitung von Wolfgang Katschner taumeln sie durch derbe Volkslieder, wuchten martialische Opfergesänge in den Raum und erstarren in schneidender Kälte. Hier findet sich all jene Pracht und Bildhaftigkeit, die man im funktionalen Zauberkästchen des Bühnenbildes und in der fast schon provokanten Kostüm-Verweigerung vergeblich sucht.
Mitteldeutsche Zeitung 04. Juni 2007
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Clayton Nemrow in der Sprechrolle des King Arthur
Es singen die Vokalsolisten der Capella Angelica
Nicky Kennedy, Stefanie Wüst, Alexandra Lachmann,
Gesine Nowakowski, Edzard Burchards, Sean Clayton, Oliver Uden,
Matthias Vieweg, Tobias Müller-Kopp und Tye Maurice Thomas





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