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Wolfgang Katschner wurde 1961 in Kyritz (Brandenburg) geboren. Er studierte Gitarre an der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ Berlin und Laute an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt/Main. Nach einem Engagement am Schweriner Theater ist er seit 1984 freiberuflich tätig. Seit er das erste Mal mit alter Musik in Berührung kam, fühlte er eine starke Affinität zu Werken aus der Zeit von 1700.
Den Haupteil seiner vielfältigen Tätigkeiten realisiert er heute mit dem Ensemble LAUTTEN COMPAGNEY. Mit Konzerten und Opernaufführungen gastierte das Ensemble unter seiner Leitung bei namhaften Festivals, bei den Berliner Bach-Tagen, beim Bayreuther-Barock, den Dresdener Musikfestspielen, den Hallenser Händel-Festspieleen, bei den Potsdamer Musikfestspielen, den Festwochen Hannover-Herrenhausen, beim Kissinger Sommer, beim Schwetzinger Mozart-Fest und beim Festival für Alte Musik Utrecht.
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Seit 1996 beschäftigt er sich mit der Wiederaufführung barocker Opern.
Wolfgang Katschners große musikalische Fähigkeiten, seine angeborene theatralische Neigung und die Fähigkeit dramaturgisch zu denken und deshalb eine wunderbare Begeisterung für das Theater, ließen den Lautenisten bei der künstlerischen Auseinandersetzung mit den Opern des 18. Jahrhunderts zum Dirigenten avancieren. Dabei besticht er immer wieder mit flottem Temperament, Tempo und einem facettenreichen Flair an klanglichen Nuancen.
Für die Dresdner Musikfestspiele führte er in einem Zyklus von vier Jahren unbekannte Opern des Dresdner Hofes auf. Für diese Ausgrabungen mit Werken von Bontempi, Peranda, Hasse und Pallavicino ehrten ihn die
Dresdner Musikfestspiele im Jahre 2000 mit ihrem Festspielpreis.
Am Opernhaus Halle übernahm er die musikalische Leitung des Regiedebuts des Countertenors Axel Köhler in einer Produktion von Monteverdis "Poppea". Für die Händel-Festspiele Halle und die Musikfestspiele Potsdam erarbeitete er szenische Umsetzungen der dramatischen Kantaten "Clori, Tirsi e Fileno" und "Apollo e Dafne". Im Jahr 2002 übernahm er die Leitung des Händelschen "Messias" in der deutschen Fassung von J.G.Herder in einer Produktion des Goethe-Theaters Bad Lauchstädt mit dem Dresdner Kammerchor und die Neuproduktion der Opera buffa "La Diavolessa" von Baldassare Galuppi am Hans-Otto-Theater. In den Jahren 2003 und 2005 folgten die Produktionen von Händels Opern "Teseo" und "Amadigi" als Koproduktion der Händel-Festspiele in Halle, des Goethe-Theaters Bad Lauchstädt, der Festwochen Hannover-Herrenhausen und des Festivals Bayreuther Barock. Im Mai 2004 übernahm Wolfgang Katschner die musikalische Leitung von Händels "Alcina" an der Oper in Kapstadt/Südafrika. In Potsdam leitete er im Jahr 2005 den Opernabend "Die sieben Todsünden" von Kurt Weill und "Combattimento di Tancredi e Clorinda" von Claudio Monteverdi und zahlreiche Aufführungen der "Dreigroschenoper" von Bert Brecht und Kurt Weill. Als Dirigent von "Amadigi" bestand Wolfgang Katschner mit seinem hoch dramatischen, sensiblen Dirigat und seinem bejubelten Orchester die Feuertaufe in London, der Metropole der historischen Aufführungspraxis. Die Rheinsberger Musikakademie lud ihn 2005 zur Einstudierung und musikalischen Leitung der Telemannoper „Der geduldige Sokrates“ ein.
Was Katschner bei diesen Sprüngen durch die Musikgeschichte gelingt, ist die stilsichere und präzise Führung seines Orchesters durch die Partitur. Nur selten sind Ensemble und Orchester so aufeinander eingeschworen, wie im Fall von Wolfgang Katschner und der LAUTTEN COMPAGNEY.
Diskografie Fazit
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