|
Wolfgang Katschner  Musikalische Leitung
Wolfgang Katschner ist nicht nur ein virtuoser und mitreißender Lautenspieler, sondern auch ein Forscher und Organisator. Mit seiner
großen Liebe zum vorklassischen Klang sucht er sowohl in vergessenen und verstaubten Libretti als auch nach Verwandtem in der Neuen Musik und überrascht
mit seinen Entdeckungen und ungeahnten Musikgenüssen. Für sein erfolgreiches Wirken für eine lebendige Alte Musik wurde er mit dem Festspielpreis der
Dresdner Musikfestspiele 2000 geehrt und 2004 mit dem Händel-Preis der Stadt Halle ausgezeichnet.
Wolfgang Katschner studierte Gitarre an der Hochschule für Musik Hanns Eisler in Berlin und Laute an der Hochschule für Musik und
Darstellende Kunst Frankfurt/Main. Nach einem Engagement am Schweriner Theater ist er seit 1984 freiberuflich tätig. Lehraufträge
für Gitarre und Laute führten ihn an die Musikhochschulen in Berlin und Dresden. Den Hauptteil seiner vielfältigen Tätigkeiten
realisiert er heute mit den Ensembles LAUTTEN COMPAGNEY Berlin und BELLUM MUSICUM Weißenfels. Mit Konzerten und Opernaufführungen
gastieren sie bei namhaften Festivals. Als musikalischer Leiter begleitete er die Produktionen von Monteverdis "Poppea" am Opernhaus
Halle (2000), von Händels "Alcina" an der Oper Kapstadt/Südafrika (2004) sowie in Kooperation mit europäischen
Barocktheatern die Inszenierungen von Händels „Teseo“ (2003), "Amadigi di Gaula" (2005) und Purcells "King Arthur" (2007).
Kobie van Rensburg Regie und Tenor
In Johannesburg geboren, absolvierte Kobie van Rensburg neben dem Gesangs- auch ein Rechts- und Politikwissenschaftsstudium mit
Auszeichnung. 1991 debütierte er an der Roodepoort City Opera als Belmonte in Mozarts „Entführung aus dem Serail”, gewann mehrere Gesangswettbewerbe
und siedelte wenig später nach München über, wo er zunächst am Opernstudio der Staatsoper, danach am Münchner Gärtnerplatztheater engagiert
war. Regelmäßig führen ihn Aufgaben an die bedeutenden Opernhäuser Europas. 2004 debütierte er an der Metropolitan Opera New York, wo er 2006
auch die Titelpartie in der legendären Ponnelle-Inszenierung von Mozarts “Idomeneo” sang. In Fachkreisen ist er vor allem für seine intelligenten
und klangschönen Interpretationen von Händel, Bach und Monteverdi bekannt. Er gilt als Barock-Spezialist, der bei Festivals wie den Innsbrucker Tagen Alter
Musik, bei den Karlsruher und Hallenser Händel-Festpielen mit renommierten Ensembles und mit Dirigenten wie Sir Eliot Gardiner, Thomas Hengelbrock, Christopher
Hogwood, René Jacobs, Lorin Maazel, Helmut Rilling und Christophe Rousset musiziert. 2006 erschien die CD "Il Pianto d’Orfeo”, ein Orfeo-Passticio
mit Kompositionen von Claudio Monteverdi, Lorenzo Allegri, Jacopo Peri und Stefano Landi - sie wurde von Fachmagazinen wie Opernwelt, Klassik heute und Concerto
herausgestellt. Monteverdis “L ‘Orfeo” war 2007 seine erste, außerordentlich erfolgreiche Regiearbeit.
|
-
Norbert Steinwarz  Choreograph
Norbert Steinwarz studierte an der Folkwang Hochschule in Essen. Er war Mitglied beim Tanztheater unter Joachim
Schloemer (Ulmer Theater, Deutsches National Theater Weimar, Theater Basel). Es folgte ein Aufbaustudium in den Fächern Tanzpädagogik und Choreographie. Gleichzeitig
war er Mitglied des theaterpädagogischen Zentrums Theater Basel. Seit April 2001 arbeitet Norbert Steinwarz mit der Choreografin Sasha Waltz zusammen. Neben seinem Engagement
als Tänzer ist Norbert Steinwarz selbst als Choreograf erfolgreich: "Peter und der Wolf“, "Karneval der Tiere”, "El amor brujo”, "Hary
Janos Suite”„Capriccio tanzt“, "four plus one more“, "bouquet des arts“ sowie Abende für das Freiburger Theater, das Theater Basel
und das Deutsche Theater Berlin, "Penthesilea“ in Ko-Produktion mit den Salzburger Festspielen, "Gefährliche Liebschaften“ am Thalia Theater Hamburg
und "Hochzeit“ von Elias Canetti am Düsseldorfer Schauspielhaus. Europaweit gastiert Norbert Steinwarz mit eigenen Tanzproduktionen, er unterrichtet am Theater
Basel und an der Folkwang Hochschule Essen.
Laurie Young  Tanz
Laurie Young wuchs in Kanada auf und schloss sich dort dem Ensemble Le Groupe Dance Lab an. Durch Le Groupe lernte sie Sasha
Waltz kennen, zog 1996 nach Berlin und wirkte an der Produktion "Allee der Kosmonauten“ mit. Seitdem arbeitet sie mit Sasha Waltz, Constanza Macras, Benoît
Lachambre, Emio Greco, Eszter Salamon und Nasser Martin-Gousset. Zu ihren eigenen Choreographien gehören das Solo Brand New Bag“ (2000) und die Produktion "OmU - Original
mit Untertitel“, mit der sie im Juli 2007 im RADIALSYSTEM V Premiere feierte.
Manuel Alfonso Pérez Torres  Tanz
Manuel Alfonso Pérez Torres wurde in Venezuela geboren. Er studierte am Instituto Superior de Danza in Caracas und war
Mitglied in den venezuelanischen Tanzcompanies Acción Colectiva und Espacio Alterno. Seit 1997 lebt er in Europa und tourte mit diversen Projekten Wilda Productions
(Copenhagen), Jeremy Nelson & Luis Lara (New York), Cie Flak-José Navas (Montreal) - durch die Vereinigten Staaten, Kanada und Europa. 1998 gründete er gemeinsam
mit Maria Ines Villasmil das Dual Dance Project in Amsterdam. Perez‘ Choreographien wurden in Venezuela, Costa Rica, New York, Lissabon, Montpellier, Amsterdam, Den Haag und
Alkmaar gezeigt. Er unterrichtete u .a. an der Randall Scott Dance School in den Niederlanden und am Escuela de Artes Visuales "Cristobal Rojas“ in Venezuela. Daneben
lehrt er Ashtanga Vinyasa Yoga bei Cosmoyoga in Berlin.
Matthias Vieweg Bariton
studierte an der Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin und besuchte Meisterkurse bei Hans Hotter, Dietrich Fischer-Dieskau,
George Fortune, Rudolf Piernay und Peter Schreier. Gastengagements führten den Bariton an die Staatsoper Berlin, die Komische Oper Berlin, das Theatre du Capitole Toulouse
und das Hans-Otto-Theater Potsdam sowie zu vielen internationalen Musikfestivals wie die Innsbrucker Festwochen für Alte Musik, die Händel-Festspiele Halle, die Dresdner
Musikfestspiele, das Festival Bach en Vallée Mosane und das Bachfest Leipzig. Matthias Vieweg arbeitet mit Dirigenten wie Daniel Barenboim, Kent Nagano, Wolfgang Sawallisch,
Günter Neuhold, René Jacobs, Philippe Pierlot und Helmuth Rilling und mit Ensembles wie der Staatskapelle Berlin, dem Rundfunkorchester Köln, dem Berliner
Sinfonieorchester, dem Cairo Symphony Orchestra, der Akademie für Alte Musik, dem Collegium Vocale Gent und der LAUTTEN COMPAGNEY zusammen.
|