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ANN HALLENBERG    Mezzosopran

„Für diese Sängerin wäre selbst Bach katholisch geworden oder hätte ihre wenigstens eine Oper geschrieben.”
Der Tagesspiegel

Die schwedische Mezzosopranistin Ann Hallenberg schloss 1994 ihr Gesangsstudium am National College of Operatic Art in Stockholm bei Kerstin Meyer und Erik Sædén ab. Außerdem studierte sie bei Joy Mammen in London.
Sie trat an vielen internationalen Opernhäusern wie der Opéra National Paris, dem Opernhaus Zürich, dem Königlichen Opernhaus Stockholm, der Staatsoper Stuttgart, der Scala in Mailand und der Semperoper Dresden, und bei Festivals wie den Dresdener Musikfestspielen, dem Boston Early Music Festival, dem Tanglewood Festival und dem Utrecht Festival für Alte Musik auf und arbeitete unter anderen mit Dirigenten wie Riccardo Muti, Christophe Rousset, Philippe Herreweghe, Marc Minkowski, Jonathan Nott, Andreas Spering, Marcus Creed, Emmanuelle Haïm und Michael Hofstetter.

Ihr weit gespanntes Opernrepertoire umfasst Partien wie Orfeo in Glucks Orfeo ed Euridice, Isabella in L'Italiana in Algeri, Rosina in Il Barbiere di Siviglia, Charlotte in Werther, die Titelrolle in Carmen, Orlofsky in Die Fledermaus, Dorabella in Cosi fan tutte, die Titelrolle in Vivaldis Juditha triumphans, Aristeo in Rossis Orfeo, Aristeo in Sartorios Orfeo und Deianira in Cavallis Ercole amante, sowie viele Hauptpartien in Opern von G. F. Händel. In der Partie der Piacere in Il Trionfo del Tempo e del Disinganno sprang sie im Februar 2003 mit großem Erfolg für Cecilia Bartoli am Opernhaus Zürich ein (Leitung: Marc Minkowski). Im Juni 2005 wurde sie bei den Wiener Festwochen für ihre eindrucksvolle Leistung als Dejanira in Händels Hercules in der Regie von Luc Bondy unter der musikalischen Leitung von William Christie vom Publikum gefeiert.

Als Konzertsängerin tritt Ann Hallenberg in den USA und Europa auf. Ihr Konzertrepertoire umfasst Werke wie Händels Messias, Bachs Weihnachtsoratorium, Magnificat, Johannes- und Matthäuspassion, Monteverdis Marienvesper, Mozarts Requiem und c-Moll Messe, Pergolesis Stabat mater, Rossinis Petite messe solennelle und Mahlers Kindertotenlieder.

Ann Hallenbergs CD-Aufnahmen umfassen Tirinto in Händels Imeneo und die Titelrolle in Händel's Siroe mit Andreas Spering, Tauride in Händel's Arianna mit Christophe Rousset, Bachs h-Moll-Messe mit Helmut Müller-Brühl, Bradamante in Vivaldi's Orlando Furioso mit Jean-Christophe Spinosi und Mendelssohns Athalia mit Christoph Spering. Ihre jüngste CD mit Arien von Vivaldi erschien im September 2005 bei Naive.

2005 wirkte sie bei der Eröffnungsproduktion der renovierten Mailänder Scala in der Partie des Isseo in Salieris "Europa riconosciuta" unter der Leitung von Riccardo Muti mit. Weitere Engagements in diesem Jahr betrafen Bachs Matthäus Passion mit dem Swedish Radio Symphony Orchestra und die Rolle der Dejanira in Händels Hercules bei den Wiener Festwochen. Unter Emmanuelle Haïm gab sie Konzerte im Barbican in London und am Théâtre des Champs-Elysées in Paris, und nahm die Partie der Piacere in Il Trionfo del tiempo e del disinganno auf. In der Saison 2005/06 sang Ann Hallenberg unter anderem die Titelrolle in Händel's Orlando in Essen, Bradamante in Händel's Alcina an der Opéra de Lyon, Mendelssohn's Elias in Amsterdam, Konzerte bei den Salzburger Festspielen unter dem Dirigenten Ivor Bolton, Servilia in Vivaldi's Tito Manilio mit dem Ensemble Matheus beim Festival de Beaune, und Konzerte mit dem Dirigenten Kwame Ryan und dem Orchestre National du Capitole de Toulouse. Mit Les Talens Lyriques und dem Dirigenten Christophe Rousset gab sie Konzerte mit Glucks Einaktopern Aristeo und Bauci e Filemone an der Opéra Garnier Paris, Opéra du Rhin Strasbourg, Opéra Garnier Monaco und Le Corum Montpellier.

   
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